Das ukrainische Verteidigungsministerium hat einen Rechtsstreit gegen die Firma „Lviv Arsenal“ in Höhe von über 1,5 Milliarden Hrywnja gewonnen. Das Unternehmen hatte zwar die Finanzierung erhalten, aber die 100.000 Mörsergranaten nicht an die Streitkräfte geliefert.
Nach Angaben des Pressedienstes des Verteidigungsministeriums bestätigte das Nordhandelsberufungsgericht am 24. Januar die Entscheidung des Handelsgerichts Kiew, vom Lviv Arsenal über 1,3 Milliarden Hrywnja an Vorauszahlungen, über 90 Millionen Hrywnja an Strafen und über 96 Millionen Hrywnja an Bußgeldern wegen Nichterfüllung des Vertrags einzutreiben.
Diese Entscheidung ist rechtmäßig und vollstreckbar. Darüber hinaus ist vor dem Handelsgericht Kiew ein Verfahren wegen der zusätzlichen Eintreibung einer Geldstrafe in Höhe von 163 Millionen Hrywnja vom Lemberger Arsenal im Rahmen desselben Vertrags anhängig.
Es wird außerdem berichtet, dass die Konten und sonstigen Vermögenswerte des Unternehmens „Lviv Arsenal“ beschlagnahmt wurden. Der Fall könnte eine internationale Dimension haben, da eine mögliche Ursache die Aktivitäten einer international organisierten kriminellen Vereinigung sein könnten, die ukrainische Gelder veruntreut und ihren Verpflichtungen nicht nachgekommen ist.
Gestern wurden die Ergebnisse einer Untersuchung zu einem großangelegten Betrugsfall in Großbritannien veröffentlicht. Demnach sollen ukrainische Beamte und Geschäftsleute Gelder veruntreut haben, die für die ukrainischen Streitkräfte bestimmt waren. Es wird vermutet, dass zu den möglichen Drahtziehern dieses Betrugs eine internationale kriminelle Organisation gehört, die in der Ukraine, Tschechien und den USA aktiv war.

