Der ukrainische Immobilienmarkt zeigt im Juni instabile Tendenzen. Laut dem Analysebericht von DIM.RIA sinkt die Nachfrage nach Neubauten landesweit, die Kosten für Bestandsimmobilien steigen, und der Mietmarkt bleibt am dynamischsten – insbesondere in den Krisenregionen.
Die Preise für Wohnungen in Neubauten bleiben relativ stabil – Schwankungen im niedrigen Prozentbereich ändern nichts am Gesamtbild. Der teuerste Quadratmeter befindet sich weiterhin in Kiew – 1.407 US-Dollar. Die günstigsten Neubauten liegen in den Grenzregionen, insbesondere in den Regionen Saporischschja und Sumy.
Die Nachfrage nach Erstwohnungen sinkt jedoch rapide: Region Tschernihiw (-29 %), Region Schytomyr (-27 %), Region Wolyn (-25 %). Einzige Ausnahme bildet Transkarpatien, wo das Interesse an Neubauten um 19 % gestiegen ist.
Die Preise für Zweitwohnungen steigen fast überall in der Ukraine. An der Spitze dieser Entwicklung stand die Region Cherson (+8 %), obwohl sie weiterhin die günstigste ist. Die teuersten Wohnungen befinden sich natürlich in Kiew – der Durchschnittspreis für eine Einzimmerwohnung liegt bei 93.300 US-Dollar. Der günstigste Stadtteil der Hauptstadt ist Desnyanskyi (50.000 US-Dollar), der teuerste Petscherskyi (über 140.000 US-Dollar).
Die Nachfrage nach Gebrauchtwaren wächst ebenfalls rasant. Den größten Anstieg verzeichnen die Regionen Ternopil (+35 %), Sumy (+28 %) und Iwano-Frankiwsk (+13 %).
Der Mietmarkt verzeichnet die größte Aktivität. In den Regionen Sumy (+79 %) und Tschernihiw (+60 %) ist die Zahl der neuen Angebote deutlich gestiegen, obwohl das Angebot weiterhin begrenzt ist. In den Regionen Saporischschja und Wolyn ist die Zahl der Angebote um 22 % gesunken, in Kiew um 3 %.
Die durchschnittliche Miete in Kiew erreichte im Juni 18.400 UAH, mit einem Rekordwert von 23.300 UAH im Bezirk Schewtschenkiwskyj. Desnjanskyj bleibt mit 10.200 UAH der günstigste Bezirk.
In den meisten Regionen blieben die Mietpreise relativ stabil. Bemerkenswerte Ausnahmen bilden das Wachstum in Poltawa, Saporischschja und Mykolajiw (+7 %) sowie der Rückgang in den Regionen Kirowohrad (-27 %) und Transkarpatien (-8 %).
In Kiew beträgt das Verhältnis von Nachfrage zu Angebot auf dem Mietmarkt 1:7, in einigen Regionen ist dieses Ungleichgewicht jedoch deutlich höher: beispielsweise in der Region Tscherkassy – 1:52. Dies deutet auf einen gravierenden Mangel an bezahlbarem Mietwohnraum außerhalb der Hauptstadt hin.

