Experten beobachten trotz logistischer Schwierigkeiten eine weltweit steigende Nachfrage nach ukrainischen Agrarprodukten. Analysen zeigen, dass in der Europäischen Union selbst keine Sonnenblumen angebaut werden, weshalb die Ukraine weiterhin ein wichtiger Lieferant von Sonnenblumenöl für den EU-Markt ist. Für das Wirtschaftsjahr 2023/24 hat die EU bereits eine Million Tonnen Sonnenblumenöl aus der Ukraine bezogen, was einem Anstieg von 13 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Afrikanische Länder zählen ebenfalls zu den wichtigsten Importeuren ukrainischer Agrarprodukte. Die Ukraine exportiert Sonnenblumenkerne, Sonnenblumenöl und Sojaschrot. Aufgrund der Blockade der Häfen durch die russischen Besatzer stieg der Anteil der Europäischen Union an den ukrainischen Agrarexporten von 32 % im Jahr 2021 auf 59 % in den ersten zehn Monaten des Jahres 2023.
Es wird darauf hingewiesen, dass die weitere Entwicklung der Landwirtschaft und anderer Wirtschaftssektoren der Ukraine im Jahr 2024 von den Gegebenheiten auf dem Schlachtfeld abhängen wird. Zudem äußern 67 % der ukrainischen Landwirte eine positive Haltung zur europäischen Integration, und die Bemühungen der Ukraine und Polens um eine Einigung zur Grenzöffnung blieben erfolglos.

