In der Region Saporischschja meldeten die Strafverfolgungsbehörden einen Verdacht gegen einen 42-jährigen Direktor eines wichtigen Unternehmens. Laut Ermittlern soll der Beamte ein System organisiert haben, um von seinen Untergebenen Geld zu erpressen und sie im Gegenzug auf die Liste der Mitarbeiter zu setzen, die Anspruch auf Aufschub des Wehrdienstes hatten.
Wie die Ermittler feststellten, forderte der Manager von den Angestellten eine unzulässige Gegenleistung für die sogenannte „wirtschaftliche Freistellung“ für ein Jahr. Im Gegenzug für Geld versprach er, die entsprechenden Daten in das Einheitliche Elektronische Register der Wehrpflichtigen, Militärwechsler und Reservisten einzutragen. Bei Weigerung drohte man den Angestellten mit der Aufhebung der Freistellung und der Weitergabe ihrer Daten an die regionalen Rekrutierungs- und Sozialämter.
Die Strafverfolgungsbehörden dokumentierten die Annahme eines Bestechungsgeldes in Höhe von 21.000 Hrywnja von einem Mitarbeiter des Unternehmens. Anschließend wurden mehrere autorisierte Durchsuchungen in der Wohnung des Angeklagten, in seinem Fahrzeug und in den Verwaltungsräumen des Unternehmens durchgeführt. Im Zuge der Ermittlungen wurden Bargeld und weitere Beweismittel sichergestellt, die die illegale Handlung belegten.
Gemäß den Verfahrensrichtlinien der Staatsanwaltschaft wurde der Angeklagte über den Verdacht der Bestechung eines Amtsträgers einer privaten juristischen Person informiert. Das Gericht ordnete Untersuchungshaft mit der Möglichkeit der Freilassung gegen Kaution an.
Die Sanktionen gemäß dem beanstandeten Artikel sehen eine Freiheitsstrafe von drei bis sieben Jahren, die Einziehung von Vermögenswerten sowie ein mehrjähriges Verbot der Ausübung bestimmter Positionen oder bestimmter Tätigkeiten vor.
Die Ermittlungen umfassen derzeit auch die mögliche Beteiligung weiterer Personen und die Ermittlung aller Mitarbeiter, die von diesem System betroffen sein könnten.

