Die Nationalbank der Ukraine (NBU) hat beschlossen, den Leitzins mit Wirkung zum 15. Dezember von 16 % auf 15 % zu senken, wie die NBU in einer Pressekonferenz mitteilte. Die Entscheidung erfolgte vor dem Hintergrund einer sich verlangsamenden Inflation und steigender Inflationserwartungen.
Der Chef der Nationalbank, Andrij Pyshny, erklärte, die Senkung des Diskontsatzes werde dazu beitragen, die Attraktivität von Hrywnja-Sparinstrumenten zu erhalten. Die Inflation sank im November auf 5,1 Prozent und fiel damit schneller aus als erwartet.
Die Gründe für die Verlangsamung der Inflation lagen in der Ausweitung des Nahrungsmittelangebots durch die neue Ernte und den gestiegenen Erwartungen angesichts des stärkeren Hrywnja-Wechselkurses. Die Nationalbank wies darauf hin, dass aufgrund logistischer Schwierigkeiten an den Westgrenzen und der möglichen Erschöpfung der Ernteeffekte weiterhin Risiken einer beschleunigten Inflation bestünden.
Die Inflationsraten dürften im Dezember stabil bleiben, doch bestehen aufgrund der oben genannten Faktoren Risiken einer Beschleunigung. Der Vorsitzende der Nationalbank der Ukraine (NBU) betonte, dass die Senkung des Diskontsatzes die Attraktivität von Hrywnja-Anlagen nicht beeinträchtigen werde und die NBU angesichts der positiven Entwicklung den Zyklus der Zinslockerung fortsetzen werde.
Ab dem 15. Dezember 2023 werden der Rechnungslegungssatz und andere wichtige Zinssätze gesenkt, was sich auf verschiedene Sektoren des Finanzmarktes auswirken kann, wie beispielsweise Einlagen und Kreditvergabe.

