Verdacht auf Missbrauch: Luzk ermittelt wegen Betrugsverdachts bei der Restaurierung der Burg

In der Region Wolyn meldeten die Strafverfolgungsbehörden Verdachtsfälle von Amtsmissbrauch gegen den ehemaligen Direktor des Staatlichen Historischen und Kulturellen Reservats in Luzk während Restaurierungsarbeiten an der Burg Luzk. Dies teilte die Pressestelle der Staatsanwaltschaft der Region Wolyn am Dienstag, dem 16. Dezember, mit.

Laut den Ermittlungen schloss die Verwaltung des Naturschutzgebiets auf Grundlage der Ergebnisse der Ausschreibung einen Vertrag mit einem Privatunternehmen über die Erstellung von Planungs- und Kostenvoranschlagsunterlagen für die Restaurierung des national bedeutsamen Schlosses Ober-Luzk ab. Es handelt sich dabei um ein staatlich geschütztes Kulturerbe.

Anschließend unterzeichnete und genehmigte der Leiter des Naturschutzgebiets die Bestätigung über die abgeschlossenen Arbeiten, die jedoch nie ausgeführt wurden. Die Ermittler stellten fest, dass die vom Auftragnehmer gelieferten Materialien aus den Planungs- und Kostenvoranschlagsunterlagen der Vorjahre kopiert waren. Trotz der fehlenden Ausführung der Arbeiten wurden 195.000 Hrywnja aus Haushaltsmitteln auf das Konto eines Privatunternehmens überwiesen.

Die Staatsanwaltschaft hat den Verdächtigen noch nicht offiziell benannt. Aus dem Gerichtsurteil vom 3. Dezember geht jedoch hervor, dass der Vertrag zur Ausführung der Arbeiten im November 2021 abgeschlossen wurde. Während dieser Zeit bekleidete Pawlo Rudezki die Position des Direktors des Staatlichen Historischen und Kulturellen Reservats in Luzk.

Pavlo Rudetsky leitet das Naturschutzgebiet seit 2012. Er wurde am 16. Februar 1969 im Dorf Hirka Polonka im Bezirk Luzk der Region Wolhynien geboren. Nach seiner Schulzeit an der Mittelschule in Torchyn schloss er 1993 sein Geschichtsstudium am Staatlichen Pädagogischen Institut „Lesja Ukrainka“ in Luzk ab. Im Laufe der Jahre war er als Forscher und Leiter der Abteilung für Alte Geschichte des Heimatmuseums Wolhynien sowie im Bereich des Kulturerbeschutzes der Regionalverwaltung Wolhynien tätig.

Dem ehemaligen Beamten wurde der Verdacht der widerrechtlichen Aneignung fremden Eigentums durch Amtsmissbrauch gemäß Artikel 191 Absatz 3 des ukrainischen Strafgesetzbuches mitgeteilt. Dieser Artikel sieht eine Freiheitsstrafe von bis zu acht Jahren vor. Die Voruntersuchung dauert an.

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