Die Ukraine wurde in letzter Zeit von einer Reihe von Skandalen um Journalisten erschüttert. Am Vortag wurde in die Wohnung von Jurij Nikolow eingebrochen, und Bihus.Info veröffentlichte kompromittierendes Material und überwachte seine Journalisten. Der Chef der Nationalen Polizei, Iwan Wychiwski, informierte am 22. Januar in einer Pressekonferenz über den Stand der Ermittlungen in diesen Fällen. Er erklärte, dass Ermittlungen gegen Bihus.Info eingeleitet wurden und die im Fall Nikolow Beteiligten identifiziert seien.
„Vier Vertreter von Bihus.Info haben uns kontaktiert, und wir haben vier Ermittlungen gemäß Artikel 182 eingeleitet, der die Verletzung der Privatsphäre betrifft. Diese Fälle wurden am Wochenende, Freitag und Samstag (19.-20. Januar), eröffnet“, berichtete Vyhivskyi und fügte weitere Informationen zu den geplanten Ermittlungsmaßnahmen hinzu.
Unter Bezugnahme auf die Aussagen von Denys Bigus, dem Gründer von Bihus.Info, berichtete Vyhivskyi, dass der SBU bereits Ermittlungen eingeleitet habe und die Strafverfolgungsbehörden selbst ihre Schritte koordinieren wollten. Bezüglich der „amateurhaften“ Überwachung erklärte er, dass die Zeit und die Ermittlungen deren Natur klären würden, und wollte sich dazu nicht äußern.
Bezüglich des Angriffs auf die Wohnung des Journalisten Jurij Nikolow erklärte Wychiwskyj, die Polizei habe vier mögliche Verdächtige ermittelt, die Flugblätter mit Drohungen verteilt hätten. Der Chef der Nationalpolizei betonte, die Strafverfolgungsbehörden würden auf jede Äußerung, insbesondere auf Druckausübung auf Journalisten, gleich reagieren, und versprach, jeden Fall objektiv zu untersuchen.
Der Journalist Jurij Nikolow ist bekannt für seine Recherchen, insbesondere zu Korruption bei der Beschaffung für die ukrainischen Streitkräfte. Der Angriff auf seine Wohnung rief eine Reaktion der ermittelnden Beamten hervor. Im Fall Bihus.Info erhielten die Journalisten kompromittierendes Material während einer Firmenveranstaltung, bei der Drogen im Spiel waren. Der Projektleiter Denys Bigus bestätigte, dass die Beteiligten verbotene Substanzen konsumiert und freigesetzt hatten. Die Journalisten behaupten zudem, dass mindestens 30 Personen überwacht wurden und die Vorbereitung der Überwachung und der Telefonüberwachung eine groß angelegte Sonderoperation gewesen sei.

