In Lwiw haben Beamte der Abteilung für Strategische Ermittlungen der Nationalpolizei gemeinsam mit der regionalen Staatsanwaltschaft den Organisator eines großen Drogenhandelsrings, den 42-jährigen Pawlo Lebedew, entlarvt und festgenommen. Lebedew war bereits zuvor wegen der Herstellung synthetischer Drogen in großem Stil verdächtigt worden. Zusammen mit ihm wurden zwei Komplizen festgenommen, die im Großhandel mit Methadon in der Region tätig waren.
Wie die Abteilung für strategische Ermittlungen mitteilte, operierte die kriminelle Gruppe nach dem klassischen Schema: Direktverkäufe sowie der Vertrieb über sogenannte Bookmarks, deren Informationen den Kunden telefonisch zugesandt wurden. Der Versuch, sich der Verantwortung zu entziehen, erwies sich jedoch als fatal: Der Organisator versuchte, Beamte der Strafverfolgungsbehörden zu bestechen.
„Unter polizeilicher Aufsicht wurde die Übergabe eines Bestechungsgeldes in Höhe von 18.000 US-Dollar an einen Mitarbeiter der Abteilung für strategische Ermittlungen dokumentiert“, berichtete die SDR. Lebedew versuchte, sich durch die Bestechung einer Strafverfolgung zu entziehen und seine Drogengeschäfte fortsetzen zu können.
Bei der Durchsuchung des Wagens eines Bandenmitglieds fand die Polizei 4 kg Methadon unter der Motorhaube versteckt. Der Wert des Fundes auf dem Schwarzmarkt beträgt fast 4,5 Millionen Hrywnja.
Die Verdächtigen wurden bereits über den Verdacht gemäß Artikel 307 Absatz 3 des ukrainischen Strafgesetzbuches (Verkauf von Betäubungsmitteln) informiert, und Pavlo Lebedev wird außerdem gemäß Artikel 369 Absatz 3 des ukrainischen Strafgesetzbuches (versuchte Bestechung eines Amtsträgers) angeklagt.
Lebedev wurde bereits 2021 im Rahmen einer Operation zur Zerschlagung von Drogenlaboren festgenommen, in denen Methadon und Carfentanil, ein hochgefährliches synthetisches Opioid, das um ein Vielfaches stärker als Fentanyl ist, hergestellt wurden. Damals wurde die größte jemals in der Ukraine sichergestellte Carfentanil-Lieferung mit 20 kg beschlagnahmt. Die Verfahren in diesen Fällen sind noch anhängig.
Das Gericht hat nun die härteste Präventivmaßnahme für die Verdächtigen gewählt – Untersuchungshaft ohne Kaution. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen bis zu zwölf Jahre Haft und die Einziehung ihres Vermögens.

