In der Region Kiew wurde ein Korruptionsskandal aufgedeckt, in den ein Beamter der Hauptabteilung des staatlichen Steuerdienstes verwickelt ist. Laut den Ermittlungen forderte der Abteilungsleiter von einem Unternehmer 735.000 Hrywnja Schmiergeld, um ungehindert arbeiten zu können.
Dies berichtete die Publikation „Law and Business“ unter Bezugnahme auf die Generalstaatsanwaltschaft.
Der Beamte versprach dem Vertreter der juristischen Person Unterstützung in finanziellen und wirtschaftlichen Angelegenheiten. Konkret handelte es sich um eine Garantie, dass die Steuerbehörden keine Probleme bereiten würden. Das „Treuepaket“ umfasste auch eine „monatliche Gebühr“: 1 % des Firmenumsatzes sollte regelmäßig in bar an den Beamten überwiesen werden.
Für diese Leistungen verlangte der Abteilungsleiter eine anfängliche Gebühr von 735.000 Hrywnja.
Die Staatsanwaltschaft verhinderte jedoch die Umsetzung des Plans. Die Strafverfolgungsbehörden dokumentierten die Erpressung unrechtmäßiger Vorteile. Der Beamte wurde gemäß Artikel 208 der ukrainischen Strafprozessordnung festgenommen. Gegen ihn wurde bereits ein Verdacht auf Bestechung gemäß Artikel 368 Absatz 3 der ukrainischen Strafprozessordnung erhoben – Annahme eines Bestechungsgeldes in besonders hohem Umfang oder durch einen Amtsträger.
Das Gericht ordnete Untersuchungshaft für den Angeklagten an. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft und die Einziehung seines Vermögens.
Dies ist ein weiteres Beispiel dafür, wie einige Steuerbeamte anstatt für faire Steuerverwaltung zu sorgen, versuchen, sich den Zugang zu staatlichen Ressourcen zunutze zu machen. Der Fall wird von Ermittlern unter der Verfahrensleitung der Staatsanwaltschaft Kiew untersucht.

