In der Stadt Jelenia Góra in Niederschlesien nahmen Polizeibeamte einen 40-jährigen Mann ohne festen Wohnsitz fest, der im Verdacht steht, einen ukrainischen Staatsbürger brutal misshandelt und neun Tage lang widerrechtlich festgehalten zu haben. Dies teilte die Stadtpolizei mit; der Vorfall ereignete sich am 19. Juni.
Eine verzweifelte Frau, die mehrere Misshandlungen erlitten hatte, näherte sich dem Tor der Polizeiwache. Die 51-jährige Ukrainerin gab an, die letzten Tage in einem verlassenen Gebäude verbracht zu haben, wo ein unbekannter Mann sie festgehalten, geschlagen und ihr mit dem Tod gedroht habe. Das Opfer klagte über starke Kopf- und Brustschmerzen. Sie wurde umgehend medizinisch versorgt und die Polizei verständigt.
Das Opfer zeigte den Beamten ein Foto des Täters. Wie sich herausstellte, war der Mann der Polizei bereits bekannt. Bei der anschließenden Durchsuchung entdeckten die Beamten den Verdächtigen in der Nähe eines Gebäudes. Beim Anblick der Polizisten versuchte er zu fliehen, konnte aber schnell festgenommen werden.
Nach seiner Festnahme wurde der Mann in eine vorläufige Haftanstalt gebracht. In Kürze wird er der Staatsanwaltschaft in Jelenia Góra vorgeführt, wo Anklage gegen ihn erhoben und ein Antrag auf Untersuchungshaft gestellt wird.
Nach polnischem Recht wird Freiheitsberaubung unter Anwendung körperlicher Gewalt mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 25 Jahren geahndet. Der Fall wird von der Staatsanwaltschaft und der örtlichen Polizei untersucht.

