Im Februar 2025 stiegen die Fleischpreise in der Ukraine weiter an, insbesondere Rind- und Schweinefleisch verteuerten sich. Laut Finanzministerium lag der Verbraucherpreisindex für Fleischprodukte im Februar 2025 bei 101,45 %, was einem Anstieg von 1,45 % gegenüber Januar entspricht. Gleichzeitig blieben die Hühnerfleischpreise zwar stabil, Experten warnen jedoch vor möglichen Preiserhöhungen aufgrund steigender Futtermittelpreise.
Im Jahr 2025 stiegen die Fleischpreise je nach Kategorie um durchschnittlich 7 bis 22 Prozent. So verteuerte sich beispielsweise Hähnchenschenkel um 7 Prozent und Rindergulasch um 22 Prozent. Allein im Januar dieses Jahres stiegen die Preise für Fleischprodukte um 2 bis 7 Prozent.
Experten weisen darauf hin, dass der Anstieg der Fleischpreise mehrere Gründe hat. Der Ukrainische Agrarwirtschaftsclub erklärt, dass Krieg und wirtschaftliche Instabilität alle Produktionsstufen beeinträchtigen: von der Viehhaltung bis zur Fleischverarbeitung. Rindfleisch wird teurer, da die Viehbestände zurückgehen und die Kosten für Lebendfleisch in den Verarbeitungsbetrieben steigen. Auch Schweinefleisch ist aufgrund von Lieferengpässen teurer geworden, da viele Erzeuger in Frontnähe ansässig sind.
Der Ökonom Oleg Penzin merkt an, dass in Kriegszeiten viele landwirtschaftliche Betriebe gezwungen sind, ihre Produktionsmengen zu reduzieren, was zu weiteren Preiserhöhungen und einem Mangel an qualitativ hochwertigen Produkten auf dem Markt führen kann.
Während das Hühnerfleischangebot stabil bleibt, könnten die Kosten aufgrund steigender Strom- und Futtermittelpreise steigen. Dies bedeutet, dass Verbraucher in den kommenden Monaten mit weiteren Preiserhöhungen rechnen müssen.

