Die Inflationslage in der Ukraine hat sich im Jahr 2024 deutlich verschlechtert, das jährliche Preiswachstum erreichte 12 %. Dies sei eine logische Folge des langwierigen Krieges, der der Wirtschaft enormen Schaden zufüge, berichtete das Wirtschaftsministerium in seinem Bericht „Überwachung wichtiger Ereignisse in der Wirtschaft der Ukraine“ für Dezember 2024.
Der Anstieg der Inflation wurde durch mehrere Faktoren verursacht. Nach wiederholten Angriffen auf die Energieinfrastruktur des Landes stiegen die Strompreise deutlich an, was zu höheren Preisen für Waren und Dienstleistungen führte. Zudem verringerte der Krieg das Arbeitskräfteangebot, nicht nur durch Mobilmachung, sondern auch durch Migration, was die Produktionskapazität des Landes weiter einschränkte.
Insbesondere die Landwirtschaft erlitt aufgrund widriger Wetterbedingungen erhebliche Verluste, was zu geringeren Ernteerträgen führte. Dies wiederum wirkte sich auf die Lebensmittelpreise aus, die im Vergleich zum Vorjahr um 14,2 % stiegen und damit über der allgemeinen Inflationsrate (12 %) lagen. Am stärksten stiegen die Preise für Rohstoffe und gering verarbeitete Produkte.
Die globale Agrarinflation hat den Druck auf die Inlandspreise zusätzlich erhöht. Aufgrund des geringeren Angebots auf den Weltmärkten sind die Lebensmittelpreise noch weiter gestiegen. Insbesondere die Preise für hochverarbeitete Produkte haben sich deutlich verteuert.
Prognosen zufolge könnten die Lebensmittelpreise in diesem Frühjahr aufgrund von Energieversorgungsproblemen und Inflation sogar noch stärker steigen.

