Trotz der schwierigen Lage an der Front haben die Behörden der Stadt Pokrowsk in der Region Donezk eine Ausschreibung für den Kauf von Blumen im Wert von fast 100.000 Hrywnja veröffentlicht. Die entsprechende Information erschien am 6. Februar 2025 im öffentlichen Beschaffungsportal Prozorro.
Sie möchten 1.265 Blumen kaufen. Die Artikel umfassen Rosen, Nelken, Schleierkraut, Chrysanthemen und Grünzeug zur Dekoration von Blumensträußen.
Der Kunde der Ware ist die Abteilung für Kultur, Tourismus und Kulturerbeschutz des Stadtrats von Pokrovska.
Laut Informationen von Prozorro planen die Behörden, 99.000 Hrywnja für die deklarierten Waren auszugeben.
Gleichzeitig teilt die Hauptdirektion der Nationalen Polizei in der Region Donezk mit, dass die Entfernung von Pokrovsk zur Front nur 3 km beträgt. Die Stadt wird täglich mit Bomben, Artillerie, Mehrfachraketenwerfern und Drohnen angegriffen. Es gibt in Pokrovsk keine sicheren Orte mehr: Wohngebiete, Privatwirtschaft und das Stadtzentrum sind von Feindangriffen betroffen. Dennoch befinden sich derzeit noch etwa 7.000 Einwohner in der Stadt, die dringend zur Evakuierung aufgefordert werden.
Die Lage in Pokrowsk: Aktuelle Nachrichten
Wie UNIAN bereits berichtete, verliert die Ukraine aus mehreren Gründen an Boden in der Nähe von Pokrovsk. Dazu gehören die Wetterbedingungen, die sich verschlechternde Logistik und Personalmangel. Die Verteidiger von Pokrovsk berichten, dass der Feind seine Taktik kürzlich geändert hat und nun die Flanken anstatt frontal angreift, um die Stadt einzukesseln.
Laut dem Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Oleksandr Syrskyj, ist die Pokrovsky-Richtung weiterhin eine der umkämpftesten Regionen. Allein im Januar dieses Jahres neutralisierten ukrainische Soldaten hier mehr als 15.000 Angreifer, von denen etwa 7.000 unrettbar getötet wurden.
Der ukrainische Militärsprecher Viktor Tregubow erklärte, die Russen versuchten, Pokrowsk von Westen her zu umgehen und einzukesseln. Dies unterscheide sich von ihrer Vorgehensweise bei der Eroberung früherer großer Städte, wo sie verlustreiche Frontalangriffe und Straßenkämpfe bevorzugt hätten.

