Die Strafverfolgungsbehörden haben einen groß angelegten Betrugsfall in den Reihen der Streitkräfte in Wolhynien aufgedeckt: Zwei Bataillonskommandeure und zwei Stabschefs einer der Militäreinheiten sind in einen Fall verwickelt, in dem einem Soldaten, der seine Pflichten tatsächlich nicht erfüllte, illegal Geldleistungen zugeflossen sind.
Wie die Spezialisierte Staatsanwaltschaft für Verteidigung der Westregion am 18. Juli mitteilte, fälschten Beamte zwischen Juli 2024 und April 2025 systematisch Dokumente. Insbesondere wurden falsche Angaben über die Teilnahme eines der Soldaten an Kampfeinsätzen in der Region Charkiw in Kampfbefehle und Berichte eingetragen.
Aufgrund dieser Fälschungen wurden dem Soldaten unrechtmäßig über eine Million Hrywnja an Bargeldleistungen, Prämien und Kampfzulagen gutgeschrieben. Tatsächlich hatte der Soldat nicht nur nicht an den Kämpfen teilgenommen, sondern befand sich auch gar nicht am Standort seiner Einheit.
Vier mutmaßliche Amtsträger wurden wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch durch eine Personengruppe angezeigt (Artikel 28 Absatz 2, Artikel 364 Absatz 2 des ukrainischen Strafgesetzbuches). Die Sanktion sieht eine Freiheitsstrafe von drei bis sechs Jahren sowie den möglichen Entzug der Berechtigung zur Bekleidung bestimmter Ämter vor.
Derzeit laufen Voruntersuchungen, und die endgültige Höhe des dem Staat durch die Handlungen der Angeklagten entstandenen Schadens wird noch ermittelt.

