Das Präsidialamt bereitet eine umfassende Regierungsumbildung vor. Wie der Abgeordnete Jaroslaw Schelesnjak berichtet, könnte es in den kommenden Wochen zu einer vollständigen Rotation des Ministerkabinetts, einschließlich eines Wechsels des Ministerpräsidenten, kommen.
Die Kandidatin für die Nachfolge von Denys Schmyhal ist die derzeitige Erste Stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin Julia Swyridenko. Sollte sie zur Ministerpräsidentin ernannt werden, würde ihr Posten im Wirtschaftsministerium voraussichtlich von ihrem Ersten Stellvertreter Oleksij Sobolew übernommen.
Wichtige zu betrachtende Permutationen:
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Ihor Klymenko könnte Innenminister werden, hat aber bereits den Status eines stellvertretenden Ministerpräsidenten für Sicherheit und Verteidigung.
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Das Ministerium für Sozialpolitik wird von Daryna Marchak anstelle von Oksana Zholnovych geleitet.
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Das Finanzministerium kann entweder von Denys Ulyutin (erster Stellvertreter von Serhiy Marchenko) oder von Volksabgeordneter Roksolana Pidlas geleitet werden.
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Konstantin Mar'evich wird anstelle von Oleg Nemchinov Minister im Ministerkabinett.
Mögliche Entlassungen haben folgende Auswirkungen:
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Oksen Lisovy (Bildungsministerium),
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Viktor Lyashko (Gesundheitsministerium),
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Natalia Kalmykova (Ministerium für Veteranenangelegenheiten),
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Mykola Tochytskyi (Kulturministerium),
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und das gesamte Ministerium für Nationale Einheit, das Gerüchten zufolge liquidiert oder mit einer anderen Abteilung zusammengelegt werden soll.
Folgendes bleibt vorerst unverändert:
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Mykhailo Fedorov (digitale Transformation),
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Rustem Umyerov (Verteidigung),
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Herman Galushchenko (Energietechnik),
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Olga Stefanishyna (Europäische Integration, obwohl ihr Ressort möglicherweise an Iryna Mudria übergeben wird),
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Svitlana Hrynchuk (Umwelt),
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Andriy Sybiga (Außenministerium),
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Deutsche Smetaninindustrie
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Vitaliy Koval (Agrarpolitik),
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Matvey Bidny (Sport).
Laut Zheleznyak zielen die Personalveränderungen weniger auf einen Kurswechsel ab, als vielmehr auf eine Neuausrichtung der Führungsebene mit Fokus auf „Steuerbarkeit“ und Kontrolle durch Bankova. Die Hauptlogik besteht darin, „ihre“ ersten Stellvertreter zu befördern, die bereits in die internen Entscheidungsprozesse eingebunden sind.
Es ist derzeit noch unklar, wann die formelle Einreichung bei der Werchowna Rada erfolgen wird. Angesichts der öffentlichen Ankündigung und der schrittweisen Räumung von Sitzen könnte die Kabinettsumbildung jedoch bereits im Juli beginnen.

