Die Renovierungsarbeiten auf dem Baikovo-Friedhof wurden aufgrund öffentlicher Proteste gestoppt

Die Reparatur des Zauns auf dem Friedhof Baykovo in Kiew wurde eingestellt. Grund dafür waren fehlende, abgestimmte wissenschaftliche und gestalterische Dokumentationen sowie öffentliche Proteste zum Schutz des kulturellen Erbes. Die Kiewer Stadtverwaltung veranlasste eine Inspektion, die ergab, dass ein Teil des historischen Backsteinzauns bereits abgebaut worden war.

Was ist passiert

Im Dezember 2024 begann der Bestattungsdienst des Sonderkomitees „Spetskombinat PKPO“ mit umfangreichen Sanierungsarbeiten am Zaun des Friedhofs Baikovo im Rahmen eines Erdrutschschutzprojekts. Den Zuschlag für die Arbeiten erhielt die GmbH „Bauunternehmen „DENKO“, die Auftragssumme belief sich auf knapp 200.000 Hrywnja.

Nach Beginn der Renovierungsarbeiten reichte der Denkmalpfleger Dmytro Perov eine Petition ein, in der er den Stopp der Arbeiten und den Erhalt des historischen Teils des Zauns forderte. Dies löste einen erheblichen öffentlichen Aufschrei aus.

Warum entstand der Konflikt?

Der stellvertretende Leiter der Kiewer Stadtverwaltung, Petro Panteleev, erklärte, dass nicht der gesamte Zaun des Friedhofs von Baikowo ein Kulturdenkmal sei. Zu den historischen Elementen gehören:

  • Torkirche,
  • 12 Abschnitte eines Ziegelzauns mit Metallstäben,
  • Katholische und lutherische Tore.

Laut Panteleev dienen die Arbeiten dem Erhalt der Gräber, nicht der Veränderung der historischen Bauwerke. Gleichzeitig ergab eine Inspektion der Abteilung für Denkmalschutz der Kiewer Stadtverwaltung, dass ein Teil der Backsteinmauer bereits abgerissen worden war.

Was kommt als Nächstes?

Die Abteilung für Denkmalschutz hat die Arbeiten bis zum Eingang der entsprechenden wissenschaftlichen und gestalterischen Unterlagen ausgesetzt. Geplant ist außerdem, Experten mit umfassenden Untersuchungen aller Bauteile des Zauns zu beauftragen.

Experten des Staatlichen Forschungsinstituts für Baukonstruktionen stellten fest, dass die abgebauten Ziegelsteine ​​Mitte des 20. Jahrhunderts hergestellt wurden. Aufgrund ihres schlechten Zustands raten die Experten von einer Wiederverwendung ab.

Die Bau- und Abrissarbeiten auf dem Gelände des Baikovo-Friedhofs wurden derzeit vollständig eingestellt. Es ist noch unklar, ob die Arbeiten nach der Erstellung der neuen Projektdokumentation wieder aufgenommen werden.

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