Russische Streitkräfte setzen ihren Vormarsch auf die strategisch wichtigen Städte Torezk und Pokrowsk fort und versuchen, in der Region Fuß zu fassen. Die Kämpfe dauern mit hoher Intensität an und die Lage bleibt angespannt, so das Institut für Kriegsforschung (ISW) in seinem jüngsten Bericht.
Die ukrainischen Streitkräfte haben in Kursk einen Erfolg erzielt
Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihrerseits ihre Offensive im Bezirk Gluschkow der russischen Region Kursk fort. Geodaten vom 29. September zeigen, dass die ukrainischen Streitkräfte westlich und nordwestlich des Dorfes Wesele vorgerückt sind und den nordwestlichen Teil der Siedlung eingenommen haben. Laut dem Militäranalysten Konstantin Maschowez sind etwa 40.000 bis 41.000 russische Soldaten in der Region Kursk konzentriert, und der Gegner plant, seine Stellungen mit weiteren 6.000 Soldaten zu verstärken.
Lage in der Region Charkiw
Im Norden der Region Charkiw unternahmen die russischen Besatzer am 29. September mehrere Offensivoperationen, insbesondere in den Gebieten um Glyboki, Woltschansk und Tychy. Es wurden jedoch keine Fortschritte erzielt. Die Russen verstärkten ihre Einheiten bei Glyboki und verlegten zusätzliche Truppen nach Woltschansk, um Verluste auszugleichen.
Region Luhansk: Russische Offensive geht weiter
In der Region Luhansk setzen russische Truppen ihre Angriffe entlang der Linie Kupjansk–Swatowe–Kremina fort, konnten aber keine nennenswerten Fortschritte erzielen. Die Besatzer führten Offensivoperationen nahe Andrijiwka und Makijiwka durch, deren Erfolg jedoch nicht bestätigt ist.
Region Donezk: Kämpfe in Richtung Sewerski
Die russischen Angriffe in Richtung Siverskyi, insbesondere bei Bilogorivka und Werchnjokamjanske, haben zu keiner Veränderung der Frontlinie geführt. Der Feind setzt seine Offensive in den Gebieten um Chasowy Jar, Kalynivka, Bila Hora und Kurdjumiwka fort, jedoch ohne Erfolg.
Region Saporischschja: Offensive der Besatzer im Süden
An der südlichen Frontachse, in der Region Saporischschja, setzen die russischen Streitkräfte ihre Offensive bei Robotyne und Kamiansky fort. Es gibt jedoch keine bestätigten Veränderungen der Frontlinie in diesem Gebiet.
So versuchen russische Truppen weiterhin, in Schlüsselregionen vorzurücken, erzielen dabei aber keine nennenswerten Erfolge, während ukrainische Streitkräfte ihre Gegenoffensivoperationen in nördlicher und südlicher Richtung fortsetzen.

