Die Russen erleiden in Kurakhivka immer wieder Niederlagen

Vor Kurzem unternahmen die russischen Besatzer einen großangelegten Durchbruchsversuch durch ukrainische Stellungen in der Ostukraine. Sie entsandten 57 gepanzerte Fahrzeuge und ein Dutzend Motorradfahrer, um die ukrainische Festung in Kurachiwka zu stürmen. Dieser Vorfall, der sich östlich von Kurachiwka ereignete, markierte einen wichtigen Wendepunkt im Kampf um den Donbass.

Der erste Angriff am Mittwoch wurde von der ukrainischen 79. Luftlandebrigade mit Minen, Artillerie, Raketen und Drohnen abgewehrt. Die Besatzer mussten sich daraufhin zurückziehen und verloren dabei sechs Panzer, sieben Schützenpanzer und alle zwölf Motorräder. Die russischen Verluste beliefen sich auf 40 Tote und 37 Verwundete.

Diese Niederlage hielt den Feind jedoch nicht auf, und am nächsten Tag unternahmen sie einen erneuten Versuch mit 17 Fahrzeugen. Auch diesmal stieß der Angriff auf heftigen Widerstand, und die Angreifer zogen sich abermals zurück und ließen einen zerstörten Panzer und zwei Kampffahrzeuge zurück.

Die ukrainische 79. Luftlandebrigade berichtete ironischerweise über die Verluste des Gegners: „23 Russen haben die SVO-Ausbildung vorzeitig abgeschlossen. Weitere 29 wurden unterschiedlich schwer verletzt.“ Diese Worte unterstreichen die schweren Verluste der Besatzer bei einem weiteren gescheiterten Durchbruchsversuch.

Laut Forbes unterscheidet sich die Lage an der Front in Kurakhivka von der im Raum Awdijiwka, wo die russischen Truppen langsam vorrücken. Kurakhivka hat sich für die russischen Truppen zu einer Abnutzungsfalle entwickelt; sie greifen zwar wiederholt an, stoßen aber immer wieder auf heftigen ukrainischen Widerstand.

Die Analysegruppe Frontelligence Insight hatte diese Situation bereits im April vorhergesagt. Ihrer Ansicht nach ist Kurakhivka ein wichtiges Ziel für die Russen, da die Einnahme der Festung es den Besatzern ermöglichen würde, die nahegelegene Festung Kurakhovo unter ihre Kontrolle zu bringen und ihre Herrschaft über die Region Donezk zu festigen.

„Es ist wahrscheinlich, dass die Russen versuchen werden, Kurakhivka zu erreichen, um Kurakhovo von den Logistikwegen abzuschneiden… Aufgrund der relativ günstigen Verteidigungsanlagen und der geografischen Gegebenheiten dieses Gebiets erwarten wir keinen schnellen Vormarsch russischer Truppen dorthin“, erklärten die Analysten von Frontelligence Insight.

Sie stellten außerdem fest, dass die russischen Militärführer gleichzeitig in mehreren Sektoren angreifen, was es ihnen aufgrund unzureichender Streitkräfte erschwert, ihre Ziele zu erreichen. Ein erfolgreicher Angriff könnte jedoch einen Durchbruch bedeuten, der zum Zusammenbruch der ukrainischen Verteidigung führen und den Besatzern ein Vorrücken ermöglichen könnte.

Die aktuelle Lage erinnert an die Ereignisse westlich von Awdijiwka, wo russische Streitkräfte einen schrittweisen Vormarsch erzielen konnten. Russische Kommandeure hoffen vermutlich auf eine Wiederholung dieses Szenarios östlich von Kurachiwka. Analysten warnen jedoch, dass ein langsamer, schrittweiser Vormarsch weiterhin möglich ist und die ukrainischen Verteidiger auf neue Angriffe vorbereitet sein müssen.

Forbes teilt diese Bedenken und weist darauf hin, dass die jüngsten Angriffe zwar für den Angreifer in einer Katastrophe geendet haben, jeder weitere Angriff jedoch erfolgreich sein könnte.

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