Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihre Offensive in Richtung der russischen Grenze fort und konnten am 6. August in drei Dörfern der russischen Region Kursk Fuß fassen. Dies berichtete der kriegsbefürwortende Telegram-Kanal „Rybar“, der für seine Nähe zum russischen Verteidigungsministerium bekannt ist.
Laut dem Kanalbetreiber Mykhailo Zvinchuk haben Einheiten der ukrainischen Streitkräfte die Dörfer Mykolayev-Daryno, Daryno und Sverdlykove besetzt. Außerdem kämpfen ukrainische und russische Truppen in Honcharivka und Oleshna (die Garnison von Oleshna ist vollständig eingeschlossen).
Insgesamt seien bis zu 400 Soldaten der ukrainischen Streitkräfte in das Gebiet der Region Kursk eingedrungen, und bis zu zweitausend weitere Soldaten seien entlang der Grenze konzentriert, schreibt Rybar.
Die Ereignisse in der Region Kursk belegen, dass diese Operation von den ukrainischen Streitkräften seit Längerem vorbereitet wird. Gleichzeitig dürfte die Offensive in diesem Gebiet noch mindestens einige Tage andauern, insbesondere angesichts der starken Konzentration ukrainischer Streitkräfte im Grenzgebiet.
Laut den Kanälen „Archangel Spetsnaz“ und „Two Majors“ rücken die ukrainischen Streitkräfte weiter in Richtung Sudscha vor; die Bevölkerung der Stadt ist geflohen. In russischen Pro-Kriegs-Foren wird diskutiert, dass die Zerstörung der Gasmessstation in Sudscha eines der Ziele der ukrainischen Truppen sein könnte.
Die lokalen Behörden und das russische Verteidigungsministerium geben keine Einzelheiten über die Kämpfe in der Region Kursk bekannt.

