Am 21. August 2024 wurde bekannt, dass der SBU eine großangelegte Sonderoperation durchgeführt hat, bei der mehr als 20 gleichzeitige Durchsuchungen von Mitarbeitern territorialer Rekrutierungszentren und sozialmedizinischer Sachverständigenkommissionen (VLK) in der gesamten Region Transkarpatien stattfanden.
Der Journalist Vitaliy Glagola berichtete, dass die Durchsuchungen unter anderem das CCC Chust und den Militärkommissar Vasyl Zubatov betreffen. Der SBU überprüft die Aktivitäten lokaler medizinischer Einrichtungen und CCCs, in denen die Einberufungskommissionen für Wehrpflichtige tagen. Ein Grund für die Kontrollen ist der Verdacht der Bestechung von Personen, die versuchen, sich mithilfe gefälschter Behindertenausweise dem Wehrdienst zu entziehen.
„Quellen zufolge wurde im Besitz des Leiters der VLK in Khust, Juri Medvid, Geld gefunden, das als Bestechungsgeld gegeben worden war“, bemerkte Glagola.
Der Chef der Militärverwaltung der Transkarpatien, Viktor Mykyta, kommentierte die Situation und erklärte, die Sonderoperation der Sicherheitskräfte ziele darauf ab, Beamte zu entlarven und festzunehmen, die ihre Position zur persönlichen Bereicherung missbrauchten und damit die Verteidigungsfähigkeit des Landes gefährdeten. Mykyta betonte, solche Handlungen seien inakzeptabel und jeder, der versuche, aus Blutvergießen Profit zu schlagen, werde nach dem Gesetz bestraft.
„Der Zynismus dieser Leute ist erschreckend. Das ist Kollaboration und direkter Widerstand gegen die Aktivitäten der ukrainischen Streitkräfte. Ich danke den Strafverfolgungsbeamten für ihre professionelle und effektive Arbeit. Der Sicherheitssektor der Region arbeitet daran, Verbrechen zu verhindern, aufzudecken und zu stoppen“, betonte Mykyta.
Bestechungsgelder für vorgetäuschte Behinderung
Ein zentraler Aspekt der Ermittlungen betrifft die Annahme von Bestechungsgeldern für gefälschte Behindertenausweise. Die Kosten für diese Dienstleistungen beliefen sich auf etwa 6.000 US-Dollar. Bekannt ist, dass auch der Militärkommissar Wassili Subatow, der bereits zuvor wegen des Tragens eines T-Shirts mit sowjetischen Symbolen in einen Skandal verwickelt war, in die Ermittlungen verwickelt ist.
Derzeit laufen fast 30 Durchsuchungen in Bezirkskrankenhäusern, medizinischen und sozialen Expertenkommissionen sowie bei Mitarbeitern der CCC, was die Ernsthaftigkeit des Korruptionsproblems in der Region verdeutlicht.

