Seit Anfang 2024 haben Ukrainer ihre Schulden bei Mikrokrediten, auch bekannt als „Kurzzeitkredite“, deutlich erhöht. Die Gesamtverschuldung hat sich um das 1,7-Fache auf 16,02 Milliarden Hrywnja erhöht. Monatlich nehmen Ukrainer rund 670.000 solcher Kredite auf.
Der durchschnittliche Kreditbetrag stieg im Vergleich zum Vorjahr um 28 % auf 6.190 UAH. Dies deutet auf eine wachsende Nachfrage nach Mikrokrediten hin, obwohl die hohen Zinssätze für Kreditnehmer weiterhin ein großes Problem darstellen.
Ukrainer nehmen am häufigsten Kredite mit einer Laufzeit von 93 Tagen bis zu einem Jahr auf; dies entspricht 66,6 % aller Kredite. Es gibt jedoch auch solche, die Kredite für bis zu 31 Tage (14,6 %) oder für einen längeren Zeitraum (32–92 Tage – 9,6 %) aufnehmen.
Unternehmen werben aktiv mit Aktionsangeboten für Neukunden, um diese für Mikrokredite zu gewinnen. Beispielsweise verspricht ein Unternehmen, für einen Kredit von 15.000 UAH nur 45 UAH pro Monat zu verlangen. Die tatsächlichen Konditionen beinhalten jedoch oft extrem hohe Jahreszinsen von bis zu 105.015 %.
Das Hauptrisiko besteht darin, dass der Kreditnehmer bei nicht fristgerechter Rückzahlung aufgrund extrem hoher Zinsen in eine Schuldenfalle geraten kann. Da die Zinsen mit der Höhe der ausstehenden Schulden exponentiell steigen, sehen sich Kreditnehmer mit enormen finanziellen Problemen konfrontiert.



