Die Schweiz hat ihre Bereitschaft erklärt, bis zu 200 Soldaten für eine Friedensmission in die Ukraine zu entsenden, sofern ein offizieller Antrag gestellt und die Regierung zugestimmt wird. Dies erklärte der Befehlshaber der Schweizer Bundeswehr, Thomas Süssli, und präzisierte, dass der Einsatz innerhalb von neun bis zwölf Monaten erfolgen könnte. Derzeit ist die Frage der Entsendung von Friedenstruppen jedoch rein hypothetisch, da die Lage zwischen Russland und der Ukraine noch instabil ist und in der Region noch kein Frieden herrscht.
„Wir könnten voraussichtlich in neun bis zwölf Monaten etwa 200 Soldaten entsenden“, sagte Süssli. Er merkte außerdem an, dass es vonseiten der UN noch keine formelle Anfrage für Friedenstruppen in der Ukraine gegeben habe. Die neutrale Schweiz beteiligt sich bereits an mehreren Friedensmissionen weltweit, unter anderem im Kosovo, wo ihre Soldaten die NATO unterstützten.
Internationale Quellen berichten, dass Großbritannien und Frankreich einen Plan zur Entsendung von bis zu 30.000 europäischen Friedenstruppen in die Ukraine entwickeln, falls es zu einem Waffenstillstandsabkommen zwischen Russland und der Ukraine kommt. Die Friedenstruppen werden nicht an der Frontlinie eingesetzt, sondern sollen wichtige Städte und Infrastruktur, insbesondere im Schwarzen Meer, schützen. Ein wichtiger Bestandteil dieser Mission ist der Einsatz von Drohnen und Satelliten zur Überwachung der Einhaltung des Waffenstillstands.
Schweden schließt die Möglichkeit nicht aus, nach Kriegsende eigene Friedenstruppen im Rahmen eines internationalen Kontingents zu entsenden. Gleichzeitig erklärte der polnische Ministerpräsident Donald Tusk, Polen werde keine Truppen in die Ukraine schicken, selbst wenn eine Friedensmission beschlossen würde.

