Die Generalstaatsanwaltschaft führt das Verfahrensmanagement in einer Reihe von Strafverfahren gegen prominente Geschäftsleute und ehemalige hochrangige Beamte, die vom Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat (NSDC) sanktioniert wurden. Insgesamt werden fünf Fälle untersucht, in denen den Angeklagten schwere und besonders schwere Verbrechen vorgeworfen werden.
Insbesondere wurde der fünfte Präsident der Ukraine im Dezember 2021 über den Verdacht des Hochverrats und der Unterstützung terroristischer Organisationen informiert. Gleichzeitig ist auch der ehemalige Vorsitzende der verbotenen Partei „OPZZH“, gegen den bereits Anklage erhoben wurde, in dasselbe Strafverfahren verwickelt.
Die Ermittlungen gehen davon aus, dass diese Personen zwischen November 2014 und Januar 2015 gemeinsam mit Vertretern der russischen politischen Führung die Kohlelieferungen aus den besetzten Gebieten ermöglichten, wodurch die Kämpfer der „LVR“ und der „DVR“ einen Gewinn von über 3 Milliarden UAH erzielten. Infolgedessen erhöhte sich die Energieabhängigkeit der Ukraine von Russland.
Die Ermittlungen in diesem Fall wurden im September 2022 abgeschlossen, das Verfahren verzögert sich jedoch, da die Verteidigung sich mit den Unterlagen vertraut gemacht hat. Die Staatsanwaltschaft hat das Gericht gebeten, das Verfahren bis Ende März 2025 auszusetzen.
Der ehemalige Abgeordnete und Vorsitzende der „OPZZH“ ist zudem in ein weiteres Strafverfahren verwickelt. Ihm werden Hochverrat und die Verletzung der Gesetze und Gebräuche des Krieges vorgeworfen.
Laut den Ermittlungen:
- unterstützten russische Beamte bei der Plünderung von Öl- und Gasfeldern auf dem Kertsch-Schelf im Schwarzen Meer
- hat Russland geheime Informationen über den Standort einer ukrainischen Militäreinheit übermittelt
- gewährleistete den Betrieb eines Einflussnetzwerks, das die öffentliche Meinung in der Ukraine zugunsten der Russischen Föderation prägte.
Die Anklage in diesem Fall ist derzeit vor Gericht anhängig.
Neben den Politikern ermittelt die Generalstaatsanwaltschaft auch gegen drei weitere prominente Geschäftsleute, die vom Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat sanktioniert wurden. Einzelheiten zu ihren Straftaten wurden noch nicht bekannt gegeben.
Die Ermittlungen dauern an, und die Strafverfolgungsbehörden bestehen darauf, diese Fälle vor Gericht zu bringen.

