In der Region Winnyzja haben die Strafverfolgungsbehörden eine groß angelegte Veruntreuung von Haushaltsmitteln im Zusammenhang mit der Instandhaltung der Straßeninfrastruktur aufgedeckt. Der Leiter des Infrastruktur-Wiederherstellungs- und Entwicklungsdienstes der Region Winnyzja, Ihor Zhebelev, wurde wegen der Veruntreuung von 1,6 Millionen Hrywnja im Zusammenhang mit der Instandhaltung von Ampeln und Straßenbeleuchtung angeklagt.
Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, schloss der Straßenbaubetrieb im Dezember 2022 einen Vertrag über die Instandhaltung von Straßen von nationaler Bedeutung ab. Dieser umfasste insbesondere die Wartung von Ampelanlagen und Außenbeleuchtungssystemen. Den Zuschlag erhielt ein Unternehmen, das laut Ermittlungen nicht über die erforderliche Lizenz für die betreffenden Arbeiten verfügte.
Im Zeitraum 2023–2024 überhöhte der Auftragnehmer in seinen monatlichen Arbeitsberichten systematisch die Stromkosten um etwa 20 Prozent. Gleichzeitig enthielten die Berechnungen Kosten, die im genehmigten Kostenvoranschlag nicht vorgesehen waren. Die Ermittler gehen davon aus, dass diese Handlungen durch Amtsmissbrauch von Mitarbeitern des Auftraggebers ermöglicht wurden.
Neben Igor Zhebelev wird auch gegen den Leiter einer Abteilung des Bergungsdienstes und den Direktor des beauftragten Unternehmens ermittelt. Ihnen allen wird die Veruntreuung von Vermögenswerten durch Amtsmissbrauch unter Kriegsrecht und in besonders großem Umfang vorgeworfen.
Die Voruntersuchung dauert an. Die Strafverfolgungsbehörden ermitteln alle an dem Komplott beteiligten Personen und überprüfen weitere Verträge, die der Dienst während der Zeit des Kriegsrechts abgeschlossen hat.

