Die Strafverfolgungsbehörden haben den Vorsitzenden einer Wohnungsbaugenossenschaft in der Region Tscherniwzi wegen des Verdachts der vorsätzlichen Steuerhinterziehung in besonders hohem Umfang angezeigt. Den Ermittlungen zufolge geht es um die Nichtzahlung von Mehrwertsteuer in Höhe von über 10 Millionen Hrywnja.
Wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte, hat die Staatsanwaltschaft der Region Tscherniwzi zusammen mit Ermittlern des Büros für Wirtschaftssicherheit ein System zur Minimierung der Steuerlast im Wohnungsbausektor aufgedeckt.
„Der Leiter der Genossenschaft wurde wegen des Verdachts der vorsätzlichen Steuerhinterziehung in besonders hohem Maße gemäß Artikel 212 Absatz 3 des Strafgesetzbuches der Ukraine angezeigt“, teilte die Staatsanwaltschaft mit.
Den Ermittlungen zufolge verkaufte die Genossenschaft zwischen September 2018 und April 2022 in Czernowitz 60 Wohnungen für insgesamt über 53,5 Millionen Hrywnja. Gleichzeitig wurde die Mehrwertsteuer auf diese Transaktionen nicht entrichtet, wodurch dem Staatshaushalt mehr als 10 Millionen Hrywnja entgingen.
Die Ermittlungen ergaben, dass der tatsächliche Wohnungsverkauf als „Investitionen“ von Genossenschaftsmitgliedern getarnt war. Die Wohnungen wurden im Rahmen von Anteilsverträgen übertragen, wodurch der Bauträger die Mehrwertsteuer umgehen konnte. Gleichzeitig wiesen diese Transaktionen laut den Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden alle Merkmale gewöhnlicher, steuerpflichtiger Kaufverträge auf.
Derzeit laufen Ermittlungsmaßnahmen, um alle Umstände des Falles und mögliche Komplizen der Tat zu ermitteln.

