Das ukrainische Finanzministerium erarbeitet einen Gesetzentwurf zur Erhöhung der Militärabgabe und des Mehrwertsteuersatzes. Darüber hinaus ist geplant, die Militärabgabe für Einzelunternehmer verpflichtend zu machen.
Danylo Hetmantsev, Vorsitzender des Ausschusses für Finanz-, Steuer- und Zollpolitik der Werchowna Rada der Ukraine, gab diese Information bekannt und merkte an, dass die Maßnahmen darauf abzielen, der Armee aufgrund ihres wachsenden Bedarfs zusätzliche Mittel zur Finanzierung bereitzustellen.
Geplante Änderungen umfassen:
- Erhöhung der Militärabgabe von 1,5 % auf 5 %;
- Einführung eines Steuersatzes von 5 % für Einzelunternehmer der dritten Gruppe;
- Eine Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes um 2-3% (derzeit 20%) ist wahrscheinlich.
Laut Hetmantsev sollen die benötigten Mittel für die zusätzliche Mobilisierung und Finanzierung der Armee verwendet werden. Er merkte an, dass etwa 300 Milliarden UAH benötigt würden und weitere 400 Milliarden UAH für den Kauf und die Instandsetzung von Militärgerät erforderlich seien.
Laut Forbes könnte eine Erhöhung des Militärsteuersatzes für Angestellte von 1,5 % auf 5 % dem Staatshaushalt jährlich 90 bis 100 Milliarden UAH einbringen. Eine Anhebung des Mehrwertsteuersatzes um einen Prozentpunkt könnte zusätzliche jährliche Einnahmen von etwa 40 Milliarden UAH generieren. Würde der Mehrwertsteuersatz um zwei oder drei Prozentpunkte steigen, würden die Staatseinnahmen um 70 bis 80 Milliarden UAH bzw. 100 bis 120 Milliarden UAH zunehmen.

