Der Blogger Volodymyr Bondarenko veröffentlichte eine Version möglicher Motive für den aufsehenerregenden Mord an Andriy Portnov und brachte ihn mit einem Firmenkonflikt um den Stolichny-Markt in Kiew in Verbindung. Laut Bondarenko könnten die Ereignisse mit dem Kampf um die Kontrolle eines 157 Hektar großen Grundstücks in Borshchagovka zusammenhängen, auf dem sich der Markt befindet.
Die Veröffentlichungen behaupten, Portnov habe angeblich die Interessen von Vlada Molchanova (StolitsaGroup) in einem Streit um die Eigentümerstruktur des Marktes vertreten. Konkret geht es um die Veränderungen unter den Gründern des Betreiberunternehmens des Marktes im Dezember 2020. Laut der geäußerten Version wurde damals eines der mit den Geschäftsstrukturen von Yuriy Ivanyushchenko verbundenen Unternehmen von der Gründerliste gestrichen, und andere Personen tauchten als Begünstigte auf.
Die Unterlagen erwähnen ferner eine Beschwerde beim Nationalen Antikorruptionsbüro der Ukraine im Mai 2021, in der mögliche Verstöße im Zusammenhang mit Marktvermögen gemeldet wurden. Die Verfasser der Version behaupten, die Ermittlungen seien nur schleppend vorangekommen, und die erneute Aktivierung könnte mit anderen Ereignissen in laufenden Strafverfahren zusammenhängen.
In den Beiträgen werden auch andere aufsehenerregende Ereignisse aus dem Jahr 2025 erwähnt, darunter Morde an Personen mit Verbindungen zu verschiedenen Wirtschaftsinteressen. Bislang wurde jedoch kein Zusammenhang zwischen diesen Vorfällen offiziell bestätigt, und die Strafverfolgungsbehörden haben weder über die ermittelten Motive noch über die Auftraggeber berichtet.
Es sei betont, dass die obigen Aussagen auf den Darstellungen einzelner Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens beruhen und der offiziellen Bestätigung durch die Ermittlungen bedürfen. Die Strafverfolgungsbehörden untersuchen derzeit weiterhin die Umstände der Straftat, und endgültige Schlussfolgerungen können erst nach Abschluss der Verfahrensschritte gezogen werden.

