Ukrainische Strafverfolgungsbehörden ermitteln in einem groß angelegten Korruptionsfall im Zusammenhang mit der Lieferung minderwertiger Milchprodukte an die ukrainischen Streitkräfte. Im Zentrum des Falles stehen Beamte des Verteidigungsministeriums und ihre Komplizen, die durch ihre Machenschaften dem Staat einen Schaden in Millionenhöhe verursacht haben.
Den Ermittlungen zufolge verwendeten die kontrollierten Unternehmen fingierte Ausschreibungsbedingungen und Verträge, wodurch sie die Produktkosten in die Höhe treiben und die Produkte ohne ordnungsgemäße Qualitätskontrolle liefern konnten. Das Vorgehen der Organisatoren gefährdete unmittelbar die Gesundheit und das Leben der Soldaten.
Am 3. September 2024 wurde ein Strafverfahren gemäß Artikel 191 Absatz 5 des ukrainischen Strafgesetzbuches eingeleitet. Die Ermittler prüfen die tatsächlichen Eigentumsverhältnisse der Unternehmen, die Finanzströme und die Mechanismen zur Legalisierung der aus Straftaten erlangten Erträge.
Die Strafverfolgungsbehörden ermitteln derzeit die Beteiligten und die Folgen für den ukrainischen Haushalt und die Verteidigungsfähigkeit. Die Voruntersuchung läuft noch.

