Die Tomatenpreise in der Ukraine sind trotz sinkender Nachfrage erneut gestiegen

In der Ukraine sind die Preise für importierte Tomaten erneut gestiegen, obwohl die Nachfrage nach diesem Gemüse weiterhin gering ist. Händler führen den Anstieg auf die hohen Einkaufskosten in der Türkei zurück, die derzeit der Hauptlieferant von Tomaten für den ukrainischen Markt ist.

Agrarmarktanalysten stellen fest, dass die Verkaufspreise für importierte Tomaten in der vergangenen Woche um durchschnittlich 10 % gestiegen sind. Derzeit werden Tomaten für 120–140 Hrywnja pro Kilogramm gehandelt, was auf einen stabilen Preisdruck selbst bei schwacher Verbrauchernachfrage hindeutet.

Ein weiterer Faktor für den Preisanstieg ist das begrenzte Angebot. Anfang Februar waren auf dem ukrainischen Markt ausschließlich importierte Tomaten erhältlich, da die heimischen Gewächshausbetriebe ihre Produkte frühestens Mitte März auf den Markt bringen wollen. Das Fehlen einer ukrainischen Alternative ermöglicht es den Importeuren, ein hohes Preisniveau aufrechtzuerhalten.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind die Preise für Gewächshaustomaten in der Ukraine bereits um durchschnittlich 38 % gestiegen. Experten schließen nicht aus, dass die Preise hoch bleiben werden, bis die Massenlieferungen heimischer Produkte beginnen.

In großen Einzelhandelsketten liegen die Kosten für Tomaten über dem durchschnittlichen Marktpreis. So kostet beispielsweise ein Kilogramm Tomaten bei Varus 159,90 Hrywnja. Bei ATB liegen die Preise bei etwa 152,89 Hrywnja pro Kilogramm, und bei Silpo beginnen die Preise bei 169 Hrywnja pro Kilogramm. Damit entwickelt sich das beliebte Gemüse zu einem der teuersten im Obst- und Gemüsesegment.

Vertreter der Agrarwirtschaft warnen davor, dass der Preisanstieg noch lange anhalten könnte. Ihren Einschätzungen zufolge ist ein deutlicher Preisrückgang erst nach der ersten Ernte auf dem Markt möglich. Gleichzeitig weisen Experten darauf hin, dass die Lebensmittelinflation auch andere Grundnahrungsmittel, insbesondere Brot, betreffen wird, dessen Preise ebenfalls weiter steigen könnten.

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