Im Januar 2024 stellte Ungarn der Ukraine ein schwerwiegendes Ultimatum bezüglich der Rechte der ungarischen Minderheit in Transkarpatien, was zu erheblichen diplomatischen Spannungen führte. Budapest verknüpft die Erfüllung dieser Forderungen mit weiteren Fortschritten der Ukraine auf dem Weg zur EU-Mitgliedschaft, was sowohl in der internationalen Gemeinschaft als auch in politischen Kreisen der Ukraine selbst Empörung und Diskussionen auslöst.
Wir veröffentlichen den Inhalt des Ultimatums:
- Ausweitung des Gebrauchs der ungarischen Sprache im Bildungswesen – Wiederherstellung des Status einer „nationalen Minderheitenschule“, wenn die Schule mindestens eine ungarische Klasse hat; Wahl der Unterrichtssprache für Universitäten und Berufsbildungseinrichtungen; die Möglichkeit, externe Prüfungsaufgaben ins Ungarische zu übersetzen.
- Die gesamte Region Transkarpatien wird als Gebiet traditioneller ungarischer Wohnsitze definiert, selbst dort, wo Ungarn nie gewohnt haben oder einst gewohnt haben und weggezogen sind.
- Abschaffung der Bedingung, dass ein Gebiet zu 10 % aus Ungarn bestehen muss, um als „traditionell ungarisch“ anerkannt zu werden.
- Aufhebung der Beschränkungen für die Anzeige von Ortsnamen und geografischen Bezeichnungen in ungarischer Sprache, Verzicht auf die obligatorische Anzeige von Informationen in ukrainischer Sprache.
- Freie Verwendung ungarischer Symbole und ungarischer Feiertage.
- Die Sicherstellung der Vertretung der Ungarn in der Werchowna Rada und die Erlaubnis, Ungarisch zu sprechen.

