Die Ukraine hat ihre Bereitschaft erklärt, Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union aufzunehmen. Laut der EU-Botschafterin in der Ukraine, Katarina Maternova, wird der Beginn dieser Verhandlungen in der zweiten Junihälfte erwartet. Entscheidend für den Beitrittsprozess des Landes zur EU bleibt die Einstimmigkeit aller EU-Mitgliedstaaten.
„Das ist sicherlich ein wichtiger Punkt, auf den ich unsere ukrainischen Partner immer wieder hinweise. Ungeachtet der individuellen Interessen der einzelnen EU-Mitgliedstaaten müssen diese berücksichtigt werden“, betonte sie.
Maternova äußerte zudem die Hoffnung, dass die Verhandlungen zwischen der EU und der Ukraine sowie Moldau Ende Juni beginnen würden.
„Das politische Signal wurde bereits im Dezember letzten Jahres ausgesendet. Die Ukraine hat den richtigen Weg gewählt und ist bereit für Verhandlungen“, fügte sie hinzu.
Die Notwendigkeit eines Beitritts der Ukraine zur EU und zur NATO wurde im Mai letzten Jahres von fünf europäischen Ländern in einer gemeinsamen Erklärung bekräftigt.
Im Februar setzte die Europäische Kommission Fristen für die Bereitstellung von Rahmenbedingungen für die Beitrittsverhandlungen, und im März wurde der Verhandlungsrahmen für den Beitritt der Ukraine zur EU verabschiedet.
Ebenfalls im März äußerte der ukrainische Ministerpräsident Denys Schmyhal seine Bereitschaft, in der ersten Hälfte dieses Jahres Verhandlungen über einen Beitritt zur EU aufzunehmen.
Darüber hinaus wurde berichtet, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ein Telefongespräch mit dem Präsidenten des Europäischen Rates geführt habe, in dem sie die nächsten Schritte hin zum Beginn von Beitrittsverhandlungen der Ukraine zur EU erörterten.

