Angesichts der sich weiter zuspitzenden Lage an der Front hat die Ukraine mit der Entsendung ihrer besten Panzer in die Region Kursk eine entscheidende Maßnahme ergriffen. Dieser Schritt hat unter Militäranalysten und Experten eine hitzige Debatte ausgelöst, die versuchen, seine Auswirkungen auf die aktuelle militärische Situation in der Ukraine abzuschätzen.
Ein am Wochenende veröffentlichtes Video aus Russland zeigte schwedische Strv 122 und deutsche Leopard 2A6. Diese Fahrzeuge zählen zu den besten im ukrainischen Arsenal. Die Ukraine erhielt im Jahr 2023 insgesamt zehn Strv 122 aus Schweden und 21 Leopard 2A6 aus Deutschland und Portugal.
In dem Video ist zu sehen, wie einer dieser Panzer einen beschädigten T-72 abschleppt, als etwas an ihm explodiert. Der Panzer fährt anschließend weiter. Das Video soll in der Region Kursk aufgenommen worden sein, der genaue Ort wird jedoch nicht genannt.
Es gibt Hinweise darauf, dass ein solcher Panzer bereits im vergangenen Monat in der Region Kursk verloren ging. Im Video ist zu sehen, wie er nach der Ankunft des FPV brennt.
Forbes bezweifelt, dass die Ukraine weitere solcher Maschinen erhalten wird.
„Dass ukrainische Kommandeure bereit sind, ihre letzten Strv 122 und Leopard 2A6 in Kursk zu riskieren, zeugt von der Bedeutung, die sie einer ukrainischen Invasion in der Region beimessen. Die Invasion kostet die Ukrainer verwundbare Städte (im Donbass – Anm. d. Red.) und unersetzliche Fahrzeuge. Das ist derzeit der Preis, den sie bereit sind zu zahlen, um einen kleinen Teil Russlands zu erobern und hoffentlich zu halten“, so das Fazit der Veröffentlichung.

