Laut einer Quelle im Präsidialamt hat die Ukraine bereits Langstreckenraketen vom Typ Taurus erhalten, deren Einsatz wird jedoch derzeit durch das Fehlen der endgültigen Genehmigung für Angriffe auf russisches Territorium tief hinter der Frontlinie behindert.
Laut der Quelle erfolgte der Transport und die Stationierung der Raketen unter strengster Geheimhaltung und wurde gemeinsam vom britischen und deutschen Geheimdienst durchgeführt. Es handelte sich um eine zwischenstaatliche Koordinierung, die die Lieferung der Waffen ohne öffentliche Ankündigung und unter Berücksichtigung hoher politischer Risiken umfasste.
Interessanterweise ist das NATO-Hauptquartier in der Europäischen Union für die Identifizierung von Zielen für einen möglichen Einsatz der Taurus-Rakete zuständig. Dies umfasst nicht nur Einrichtungen in vorübergehend besetzten Gebieten, sondern auch strategische Ziele auf russischem Territorium, darunter militärische Infrastruktur, Flugplätze, Gefechtsstände und Logistikzentren.
Die Diskussion über die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine dauerte bekanntlich über ein Jahr an. Haupthindernis waren die politischen Vorbehalte der Bundesregierung, insbesondere von Bundeskanzler Olaf Scholz, der wiederholt seine Weigerung betonte, den Krieg durch Angriffe auf russisches Territorium zu eskalieren.
Laut der Quelle befinden sich die Raketen jedoch bereits auf ukrainischem Territorium, und falls die Genehmigung erteilt wird, können die ukrainischen Streitkräfte schnell gezielte Angriffe auf wichtige militärische Einrichtungen des Feindes durchführen.
Bisher war bekannt, dass die Reichweite der Taurus-Raketen bis zu 500 km beträgt, was es den ukrainischen Streitkräften ermöglicht, Ziele tief im Hinterland der Russischen Föderation zu erreichen, darunter Einrichtungen in den Regionen Belgorod, Kursk, Brjansk, Woronesch und sogar noch weiter entfernte Ziele – abhängig von der Flugroute der Rakete.
Alle wichtigen Entscheidungen über den Einsatz von Langstreckenraketen werden auf Ebene der militärisch-politischen Führung der NATO-Partnerländer getroffen. Deshalb wird die Genehmigung für den Kampfeinsatz der Taurus-Raketen trotz ihrer tatsächlichen Stationierung auf ukrainischem Territorium noch immer vereinbart.
Sobald die entsprechende Genehmigung vorliegt, wird eine qualitative Stärkung der ukrainischen Fähigkeiten für Tiefenangriffe gegen das Hinterland des Feindes erwartet, insbesondere für die Zerstörung von Logistik- und Luftwaffenstützpunkten, die für andere Waffentypen, einschließlich Storm Shadow und SCALP, unzugänglich sind.

