Die Ukraine beabsichtigt, ein Abkommen mit den Vereinigten Staaten über die Verwendung von Seltenen Erden zu unterzeichnen. Vor der Unterzeichnung sind jedoch noch weitere Gespräche erforderlich. Dies gab die stellvertretende Ministerpräsidentin für europäische und euro-atlantische Integration der Ukraine, Olga Stefanishyna, bekannt und betonte, dass Kiew die Entwicklungen seitens der Vereinigten Staaten aufmerksam verfolge.
Laut Stefanishyna lehnt die Ukraine den US-Vorschlag nicht ab, das Dokument müsse jedoch noch finalisiert werden und befinde sich daher derzeit in der Diskussionsphase. Die stellvertretende Ministerpräsidentin merkte zudem an, dass die Unterzeichnung des Abkommens nach den notwendigen Anpassungen erwartet werde.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich zuvor positiv zu US-Investitionen geäußert, aber betont, dass die Ukraine nicht nur als Rohstofflieferant wahrgenommen werden dürfe. Es sei wichtig, dass die Ukraine wirtschaftliche Vorteile und Sicherheitsgarantien biete, die im Abkommen festgehalten werden sollten.
Selenskyj fügte außerdem hinzu, dass die Ukraine nicht nur ein Rohstofflieferant sei, und dass dieser Umstand im unterzeichneten Abkommen klar festgehalten werden müsse.
Das Weiße Haus reagierte scharf auf Selenskyjs Weigerung, ein Abkommen über den Zugang zu ukrainischen Seltenen Erden zu unterzeichnen, und bezeichnete dies als kurzsichtige Entscheidung. Brian Hughes, Vertreter des Nationalen Sicherheitsrats der USA, merkte an, dass die Ablehnung des Abkommens einer Ablehnung der von der Regierung Donald Trump gebotenen Chance gleichkomme, und betonte, dass die Vereinigten Staaten der ständigen Finanzhilfe für die Ukraine überdrüssig seien. Er wies zudem darauf hin, dass das Abkommen zur Entwicklung der ukrainischen Wirtschaft beitragen und die Kosten für die amerikanischen Steuerzahler zur Unterstützung Kiews ausgleichen könnte.
Hughes betonte, dass enge wirtschaftliche Beziehungen zu den Vereinigten Staaten wichtig seien, um die Ukraine vor künftigen Bedrohungen zu schützen und die beste Garantie für eine stabile und sichere Zukunft des Landes darstellten.

