Die Ukraine habe einen klaren Ausweichplan für den Fall, dass die Militärhilfe der Vereinigten Staaten eingestellt oder reduziert werde, sagte der stellvertretende Leiter des Präsidialamtes, Pavlo Palisa, in einem Interview mit der aserbaidschanischen Nachrichtenagentur Report.
Seinen Angaben zufolge sind sich die ukrainischen Behörden der möglichen Risiken einer Änderung des außenpolitischen Kurses der USA vollauf bewusst und arbeiten bereits an alternativen Szenarien.
„ Wir zählen auf die Unterstützung unserer Partner und Verbündeten – sie ist für uns von entscheidender Bedeutung. Doch selbst wenn eine der Hilfsleistungen irgendwann ausfällt, haben wir einen Plan B. Und wir werden den Kampf fortsetzen “, betonte Palisa.
Er merkte an, dass sich die Ukraine während des Krieges nicht auf nur eine Hilfsquelle verlassen könne. Das Land verfüge über eigene Ressourcen und plane zudem, die Zusammenarbeit mit anderen Partnern auszubauen. Dies umfasse die Mobilisierung inländischer Kapazitäten, den Ausbau der Verteidigungsindustrie und die Stärkung der Kooperation mit europäischen Verbündeten.
Die Erklärung erfolgte inmitten zunehmend intensiverer Diskussionen in den Vereinigten Staaten über weitere Unterstützung für die Ukraine, insbesondere im Kontext des innenpolitischen Kampfes vor den Wahlen. Das Präsidialamt betont jedoch, dass die Ukraine trotz aller Schwierigkeiten bereit sei, dem Aggressor auch angesichts veränderter äußerer Bedingungen weiterhin Widerstand zu leisten.

