Die Benzin- und Dieselpreise in der Ukraine könnten im nächsten Monat deutlich steigen, falls die USA eine Militäroperation gegen den Iran starten. Laut Experten des Kraftstoffmarktes könnte der Preisanstieg an Tankstellen im Falle eines längeren Konflikts bis zu 5 Hrywnja pro Liter betragen.
Experten weisen darauf hin, dass die Dauer der Kämpfe und deren Auswirkungen auf die weltweiten Ölpreise entscheidend sein werden. Sollte der Einsatz nur von kurzer Dauer sein – bis zu zwei Wochen –, könnte der Ölpreis vorübergehend auf etwa 80 US-Dollar pro Barrel steigen, sich aber später stabilisieren. In diesem Fall könnte der ukrainische Markt mit einer Erhöhung des Kraftstoffpreises um 1–2 Hrywnja pro Liter reagieren.
Eine andere Entwicklung ist möglich, wenn der Konflikt andauert. Hält die Spannung länger an, könnte der Ölpreis 85–90 US-Dollar pro Barrel übersteigen. Dann müssten ukrainische Verbraucher mit einem deutlicheren Anstieg der Benzin- und Dieselpreise rechnen.
Ein zusätzliches Risiko stellt die mögliche Schließung der Straße von Hormus dar, durch die etwa 20 % des weltweiten Erdöls transportiert werden. Jegliche Unterbrechung der Versorgung oder Beschädigung der Ölförderinfrastruktur könnte einen starken Anstieg der Weltmarktpreise zur Folge haben.
Selbst wenn es nicht zu einer großangelegten Militäroperation kommt, die Spannungen in der Region aber bestehen bleiben, könnte der Kraftstoffpreis in der Ukraine aufgrund von Schwankungen der Ölpreise innerhalb der nächsten Woche um etwa 1 Hrywnja pro Liter steigen.
Neben externen Faktoren beeinflussen auch interne Faktoren die Preisentwicklung. Mitte bis Ende März ist aufgrund der Abwertung der Hrywnja und gestiegener Logistikkosten ein weiterer Anstieg um etwa 1 Hrywnja möglich.
Die endgültigen Treibstoffkosten hängen somit von den Entwicklungen im Nahen Osten, der Lage auf dem globalen Ölmarkt und den wirtschaftlichen Prozessen im Inland ab.

