In den letzten Tagen wurde die Frage eines möglichen NATO-Beitritts der Ukraine auf internationaler Ebene mit neuem Nachdruck diskutiert. Laut hochrangigen Beamten fanden jedoch keine offiziellen Gespräche über einen Beitritt der Ukraine zum Bündnis statt, solange die von russischen Truppen besetzten Gebiete nicht befreit sind.
Dies erklärte die stellvertretende Ministerpräsidentin für europäische Integration, Olga Stefanyshyna. Laut ihren Angaben wird die Ukraine nur innerhalb der Grenzen von 1991 in das Bündnis aufgenommen.
Der Beamte fügte hinzu, dass die Frage einer Einladung Kiews zur NATO „weder im Hinblick auf Fortschritte an der Front noch auf territoriale Errungenschaften überhaupt nicht diskutiert wird“.
Stefanyshyna sagt außerdem, dass ein NATO-Beitritt der Ukraine erst nach dem Ende des Krieges möglich sei, Kiew aber nun eine offizielle Einladung in das Bündnis anstrebe.
Westliche Medien berichteten zuvor, die Ukraine könne der NATO beitreten, wenn der Krieg an der Front eingefroren werde. Selenskyj bestätigte gestern, dass ein solcher Vorschlag von einigen Vertretern der Bündnisstaaten unterbreitet werde, Kiew ihn aber ablehne.

