Der Kommandeur des unbemannten Systemregiments „Achilles“, Jurij Fedorenko, erklärte, die Ukraine habe es nahezu aus dem Nichts geschafft, eine leistungsstarke Industrie für die Produktion von Kampfdrohnen aufzubauen, die Ziele tief hinter den feindlichen Linien angreifen können. Gleichzeitig habe Russland seiner Ansicht nach weiterhin einen Vorsprung hinsichtlich Produktionsgeschwindigkeit und technischer Eigenschaften von unbemannten Luftfahrzeugen.
In einem Interview mit UNIAN erklärte Fedorenko, der aktuelle Durchbruch der Ukraine in der Drohnenindustrie sei durch die gemeinsamen Anstrengungen von Staat, Freiwilligen und privaten Unternehmen ermöglicht worden. Dies ändere jedoch nichts an der Tatsache, dass die Russische Föderation die Produktion von „Shaheds“ – Serien-Drohnen mit Loitering Munitions-Technologie und deren Analoga – deutlich ausgeweitet habe.
„Sie haben ‚Shaheeds‘, sie haben sie modernisiert und die Produktion um ein Vielfaches gesteigert. Jetzt können sie bis zu 500 Drohnen pro Tag einsetzen. Sie haben das Design verändert, den Schutz vor elektronischer Kampfführung verstärkt und die Flughöhe auf 2 km erhöht, was die Arbeit unserer mobilen Gruppen erschwert“, erklärte er.
Trotzdem entwickelt die ukrainische Seite bereits neue Technologien – insbesondere Abfangdrohnen, die in Zukunft den modernisierten Shaheds entgegenwirken sollen.
„Wir arbeiten an Abfangjägern. Aber ehrlich gesagt, tun wir das heute für den Tag vorgestern. Wir müssen uns beeilen“, bemerkte Fedorenko.
Er betonte, dass ein echter Durchbruch umfangreiche Finanzmittel erfordere, die nicht allein vom Staat kommen dürften. Seiner Meinung nach sei die Förderung der Drohnenproduktion eine Angelegenheit jedes Einzelnen.
„Wenn jeder Ukrainer mindestens einmal im Monat eine Initiative im Bereich der unbemannten Luftfahrzeuge unterstützt, wird das einen systemischen Erfolg bringen. Denn die Drohnenkriegsführung ist nicht mehr die Zukunft, sondern die Gegenwart“, betonte der Kommandant.

