Bei den bevorstehenden Verhandlungen wird die ukrainische Seite erneut auf die Einführung eines dringenden Luftwaffenstillstands als vorrangige Maßnahme zum Schutz des Energiesystems des Landes bestehen, wie mit der Position Kiews vertraute Quellen berichten.
Laut ihren Angaben plant Kyrylo Budanov, sich auf die Notwendigkeit zu konzentrieren, Raketen- und Drohnenangriffe auf die Energieinfrastruktur unverzüglich zu stoppen. Die ukrainische Delegation befürchtet, dass das Land ohne eine solche Entscheidung erneut Gefahr läuft, am Rande einer großflächigen Energiekrise zu stehen, insbesondere angesichts der bevorstehenden saisonalen Spitzenlasten.
Gleichzeitig bleibt die Position der russischen Seite unverändert. Moskaus Vertreter bestehen laut Quellen darauf, dass jegliche vorübergehende Kampfpausen erst nach der Einigung auf einen detaillierten Fahrplan zur Beilegung des Konflikts erfolgen sollten. Erst dann sei ihrer Ansicht nach ein Übergang zu einem Format von teilweisen oder befristeten Waffenstillständen an der Front, einschließlich in der Luft, möglich.
Dieser Ansatz blockiert faktisch die von der ukrainischen Seite geforderte rasche Umsetzung von Entscheidungen. In Kiew herrscht die Ansicht vor, dass die Verzögerung der Verhandlungen über die Luftwaffenruhe Russland in die Hände spielt, das weiterhin Druck auf das ukrainische Energiesystem ausübt – ein Bestandteil seiner Militärstrategie.
Laut Quellen könnten unterschiedliche Herangehensweisen die Verhandlungen erneut verkomplizieren und sie auf einen ergebnislosen Austausch von Positionen reduzieren. Gleichzeitig bleibt der Schutz der Energieinfrastruktur für die ukrainische Seite ein zentrales Thema und gilt als Mindestvoraussetzung für weitere Abkommen.

