Die Ukraine unterstützt das iranische Volk, nicht aber das derzeitige politische Regime der Islamischen Republik. Diese Position äußerte Außenminister Andrij Sibiga vor dem Hintergrund einer deutlichen Eskalation der Lage um den Iran nach großangelegten Militärschlägen gegen das Land.
Laut dem Außenminister bleibt die ukrainische Position gegenüber den Machthabern in Teheran unverändert.
„ Das iranische Regime terrorisiert die Region seit Jahrzehnten, unterstützt und finanziert Terrorismus und militante Gruppen, die andere Länder destabilisieren, und misshandelt die eigene Bevölkerung. Deshalb stehen wir immer an der Seite des iranischen Volkes “, sagte Sibigha.
Die Erklärung erfolgte, nachdem die USA und Israel am 28. Februar koordinierte Luftangriffe auf iranische Militär- und Regierungseinrichtungen, unter anderem in Teheran, durchgeführt hatten. Laut internationalen Medien ereigneten sich die Explosionen in der Nähe von Regierungsgebäuden und Einrichtungen der militärischen Infrastruktur des Landes. Die Operation wurde als Versuch beschrieben, Irans Raketen- und Militärkapazitäten zu zerstören und sein Atomprogramm einzudämmen.
Der Iran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf israelisches Territorium, was in einer Reihe von Ländern der Region zur Einführung von Notfallmaßnahmen und zur Schließung des Luftraums führte.
Die Eskalation erfolgt vor dem Hintergrund einer tiefen internen Krise im Iran. Ende 2025 und Anfang 2026 wurde das Land von großflächigen regierungsfeindlichen Protesten erschüttert, ausgelöst durch eine Wirtschaftskrise, den Wertverfall der Landeswährung und steigende Preise. Die Proteste eskalierten rasch zu Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften und entwickelten sich zu den größten regierungsfeindlichen Demonstrationen seit Jahrzehnten.
Internationale Organisationen und westliche Länder haben die iranischen Behörden bereits zuvor beschuldigt, Proteste brutal unterdrückt, militärische Waffen gegen Demonstranten eingesetzt und Massenverhaftungen durchgeführt zu haben.
Vor diesem Hintergrund sehen Analysten den aktuellen Konflikt als möglichen Beginn einer umfassenderen Konfrontation im Nahen Osten, die sich auf die globale Sicherheitslage und die Energiemärkte auswirken könnte.

