Die Gehälter der Ukrainer werden auch 2025 weiter steigen, allerdings etwas langsamer als in diesem Jahr. Dies geht aus dem veröffentlichten „Inflationsbericht“ der Nationalbank der Ukraine hervor.
Laut der neuen Prognose werden die Nominallöhne im nächsten Jahr um 17,07 % steigen, während die inflationsbereinigten Reallöhne um 3,9 % zunehmen werden. Dies liegt sogar etwas höher als die im Januar prognostizierten Werte von 16,7 % bzw. 3,8 %.
Die Hauptgründe für den Anstieg sind nach wie vor der chronische Fachkräftemangel und die Erholung der Wirtschaft. Im Zuge der wirtschaftlichen Erholung übersteigt die Nachfrage nach Arbeitskräften das Angebot, was Unternehmen zu höheren Löhnen zwingt.
„Das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften wird zu weiteren Lohnsteigerungen im privaten Sektor führen“, erklärt die NBU.
Gleichzeitig weist die Nationalbank auf Risiken hin. Das Lohnwachstum übersteigt derzeit das Wachstum der Arbeitsproduktivität. Im Jahr 2023 stiegen die Nominallöhne um 17,4 %, die Reallöhne um 3,7 %. Im Jahr 2024 fallen die Zahlen sogar noch höher aus: 23,2 % nominal und 15,6 % real. Dies erzeugt zusätzlichen Inflationsdruck, den die Zentralbank mit geldpolitischen Instrumenten zu steuern plant.
Trotz einer gewissen Entspannung durch die teilweise Rückkehr von Gastarbeitern wird sich der Personalmangel nicht schnell lösen lassen. Laut Experten der Nationalbank der Vereinigten Staaten (NBU) wird die Rückkehr schrittweise erfolgen, und der Personalmangel wird in den kommenden Jahren weiterhin spürbar sein.
Die Prognosen für die kommenden Jahre lauten wie folgt:
-
2025: nominales Lohnwachstum – 17,07 %, reales Lohnwachstum – 3,9 %;
-
2026: nominales Wachstum – 9,4 %, reales Wachstum – 3,3 %;
-
2027: nominales Wachstum – 8,8 %, reales Wachstum – 3,5 %.
Die Nationalbank gibt beruhigende Hinweise: Ab 2025 wird sich das Lohnwachstum allmählich verlangsamen, und der Inflationsdruck wird entsprechend sinken.

