Im Februar 2025 müssen sich die Ukrainer auf eine weitere Erhöhung der Brotpreise einstellen. Experten prognostizieren einen Anstieg um 3–5 % in naher Zukunft und bis Ende des Jahres sogar um mehr als 20 %. Dies erklärte Svitlana Cheremisina, Forscherin am Institut für Agrarökonomie, in einem Medienkommentar.
Wie viel kostet Brot jetzt?
Stand Januar 2025 sind die durchschnittlichen Kosten der wichtigsten Brotsorten im Vergleich zum Vorjahr gestiegen:
- Weizenbrot aus Premiummehl – 51,91 UAH/kg (+17,8 % pro Jahr);
- Weizenbrot aus erstklassigem Mehl – 42,52 UAH/kg (+19,0%);
- Roggenbrot – 45,12 UAH/kg (+20,6%);
- Laib (500 g) – 27,78 UAH (+20,6%).
Monatliche Preissteigerungen von 1,5 bis 3 % sind zur Norm geworden, und allein im Zeitraum Dezember 2024 bis Januar 2025 stiegen die Brotpreise je nach Sorte um weitere 1,8 bis 3,1 %.
Warum wird Brot immer teurer?
Die Hauptgründe für den Anstieg der Kosten für Backwaren bleiben bestehen:
- Steigende Rohstoffpreise:
- Mehl, als Hauptbestandteil von Brot, verteuerte sich um 3,7 % auf 19,93 UAH/kg .
- Der Preis für Sonnenblumenöl stieg um weitere 6 % auf 72,73 UAH/kg .
- Der Zuckerpreis ist mit 33,16 UAH/kg (ein Anstieg von lediglich 0,1 %).
- Steigende Produktionskosten:
- Steigende Preise für Energieressourcen, insbesondere für Strom und Gas.
- Anstieg der Kosten für Transportdienstleistungen.
- Inflation:
Das allgemeine Inflationsniveau beeinflusst alle Phasen der Brotproduktion und -logistik. - Saisonale Faktoren:
Traditionell steigt der Brotkonsum im Winter, was die Nachfrage und damit auch die Preise erhöht.
Analysten warnen davor, dass der Trend zu höheren Brotpreisen sich im gesamten Jahr 2025 fortsetzen wird. Sollte der monatliche Preisanstieg bei 1,5–2 % bleiben, wird Brot bis Ende des Jahres noch teurer werden 15–20%.
Das bedeutet, dass Weizenbrot aus hochwertigem Mehl bis Dezember 2025 etwa 60–65 UAH/kg und ein Laib mehr als 33 UAH pro 500 Gramm kosten könnte.
Für viele Ukrainer ist Brot ein Grundnahrungsmittel, und die Preiserhöhung kann ihre Budgets erheblich belasten. Besonders Familien mit niedrigem Einkommen werden dies zu spüren bekommen.
Experten fordern die Regierung auf, die Situation ernst zu nehmen und Wege zur Preisstabilisierung zu finden. Gleichzeitig weisen die Produzenten darauf hin, dass ohne staatliche Unterstützung ein Anstieg der Produktpreise unvermeidbar sein wird.

