Im ersten Quartal 2025 unterzeichneten Ukrainer über 2,17 Millionen Mikrokreditverträge mit einem Gesamtvolumen von 12,72 Milliarden UAH. Trotz eines leichten Rückgangs des durchschnittlichen Kreditbetrags stieg die Gesamtverschuldung gegenüber Mikrofinanzorganisationen auf einen Rekordwert von 24,28 Milliarden UAH.
Das Kreditvolumen steigt: Die Zahl der Neuverträge im Zeitraum Januar bis März 2025 erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8 %. Gleichzeitig sank die durchschnittliche Kredithöhe erstmals seit zwei Jahren – um 2 % auf 5.858 UAH. Monatlich nahmen Ukrainer durchschnittlich 724.000 Kredite auf.
Zum 1. April 2025 beliefen sich die Gesamtschulden der Ukrainer gegenüber Mikrofinanzinstitutionen auf 24,28 Milliarden UAH, was dem Doppelten des Wertes vom April 2022 entspricht. Allein im ersten Quartal dieses Jahres stiegen die Schulden um 4,3 Milliarden UAH bzw. 22 %.
Zuvor hieß es, die Schulden könnten um 2,7 Milliarden UAH reduziert werden, doch laut neuen Daten der Nationalbank der Ukraine (NBU) stiegen sie Ende 2024 im Gegenteil um weitere 1,4 Milliarden UAH. Insgesamt erhöhten sich die Schulden im Jahr 2024 um 10,7 Milliarden UAH – doppelt so viel wie zu Jahresbeginn.
Laut Opendatabot werden 2025 63 % der Kredite mit einer Laufzeit von 93 Tagen bis zu einem Jahr vergeben – dieser Anteil ist stabil geblieben. Gleichzeitig hat sich die Anzahl der langfristigen Verträge (1–2 Jahre) verfünfzehnfacht – ihr Anteil liegt aktuell bei 3,6 %.
Der Anteil kurzfristiger Kredite mit einer Laufzeit von bis zu 31 Tagen stieg ebenfalls deutlich von 14,5 % auf 24 %. Im Gegensatz dazu sank die Zahl der mittelfristigen Kredite (32–92 Tage) von 16,5 % auf 3 %.
Im vergangenen Jahr vergaben ukrainische Banken 8,3 Millionen Mikrokredite im Wert von 52 Milliarden UAH, 27 % mehr als 2023. Gleichzeitig steigen jedoch die Ausfallrisiken und die finanzielle Belastung für die Bürger. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnte 2025 sowohl hinsichtlich des Kreditvolumens als auch des Schuldenwachstums ein Rekordjahr werden.

