Das Handelsgericht Kiew ist mit Klagen des ukrainischen Verteidigungsministeriums und der Beschaffungsagentur für Verteidigungsgüter gegen das Unternehmen „Ukrainian Armored Vehicles“ überlastet. Grund dafür ist die systematische Nichterfüllung von Verpflichtungen aus Staatsverträgen. Die Gesamtforderungssumme übersteigt bereits 70 Millionen Hrywnja.
Dies ist in den Ermittlungsunterlagen der Detektei Absolution vermerkt.
Das Verteidigungsministerium und das staatliche Unternehmen „Agentur für Verteidigungsbeschaffung“ setzen ihre Rechtsstreitigkeiten mit der GmbH „Ukrainische Panzerfahrzeuge“ wegen nicht erfüllter Vertragsverpflichtungen fort. Die Verfahren ziehen sich bereits seit mehreren Jahren hin, und allein die Anzahl der Klagen seit Anfang 2025 deutet auf gravierende Probleme in der Zusammenarbeit zwischen Staat und privater Rüstungsindustrie hin.
Die jüngste Klage wurde am 26. Februar 2025 beim Handelsgericht Kiew eingereicht. Das Verteidigungsministerium fordert von „Ukrainian Armored Vehicles“ 38,1 Millionen UAH wegen Nichteinhaltung der Liefertermine gemäß Vertrag Nr. 22/2-128-EDK-24 vom 10. April 2024. Davon entfallen 19,4 Millionen UAH auf Vertragsstrafe, 11,5 Millionen UAH auf Bußgelder und weitere 7,2 Millionen UAH auf Zinsen für die Verwendung von Vorauszahlungen.
Zuvor hatte das Gericht bereits die Klage gegen „Ukrainian Armored Vehicles“ zugunsten des Verteidigungsministeriums in Höhe von 3,4 Millionen Hrywnja bewilligt. Eine weitere Klage betraf die Rückzahlung von 28,8 Millionen Hrywnja, darunter 9,45 Millionen Hrywnja Strafe, 6,76 Millionen Hrywnja Zinsen und 12,6 Millionen Hrywnja Bußgeld. Das Gericht gab den Klagen jedoch nur teilweise statt und verurteilte das Unternehmen zur Zahlung von 472.700 Hrywnja Strafe, 630.000 Hrywnja Bußgeld, 3,38 Millionen Hrywnja Zinsen und 305.000 Hrywnja Gerichtskosten.
Nicht erfüllte Verträge und Reputationsrisiken
„Ukrainische Panzerfahrzeuge“ ist einer der privaten Lieferanten von Panzerfahrzeugen und militärischer Ausrüstung für die ukrainischen Streitkräfte. Eine Reihe von Klagen deutet jedoch auf erhebliche Probleme bei der Vertragserfüllung hin. Dies verursacht nicht nur finanzielle Verluste für den Staat, sondern gefährdet auch die Abwicklung von Rüstungsaufträgen.
Vor dem Hintergrund eines umfassenden Krieges und der entscheidenden Bedeutung der Lieferung von gepanzerten Fahrzeugen könnten solche Verstöße schwerwiegende Folgen für das Unternehmen haben.

