Die Werchowna Rada unterstützte das Gesetz zu Kryptowährungen: Was Sie wissen sollten

Die Ukraine ist der Regulierung des Kryptomarktes einen Schritt näher gekommen. Die Werchowna Rada bereitet einen Gesetzentwurf zur Beratung vor, der erstmals die Regeln für den Umlauf virtueller Vermögenswerte offiziell festlegen soll. Das Dokument wurde bereits einstimmig vom zuständigen Ausschuss für Finanz-, Steuer- und Zollpolitik unter Vorsitz von Danylo Hetmantsev befürwortet.

Dem neuen Gesetzentwurf zufolge sind virtuelle Vermögenswerte digitale Güter, die ausschließlich dank der Blockchain-Technologie existieren. Es handelt sich dabei nicht um Geld im klassischen Sinne, sondern um digitale Objekte, die Eigentum ähneln – Token, NFTs, Stablecoins usw.

Kryptowährungen in der Ukraine befanden sich bisher in einer Grauzone – ohne Rechtsstatus, ohne Nutzerschutz und mit unklaren Steuerpflichten. Wie Hetmantsev anmerkte, ähnelte die Situation dem „Wilden Westen“, wo Nutzer keinerlei Rechtssicherheit genossen.

Das Gesetz gilt für alle am Kryptomarkt Beteiligten, von privaten Besitzern über professionelle Händler, Börsen, Verwahrstellen und Token-Emittenten bis hin zu Fintech-Startups. Börsen und Intermediäre sind verpflichtet, die Kundenidentifizierung (KYC) durchzuführen und Transaktionen zu melden. Die Regierung hat jedoch keinen Zugriff auf die privaten Wallets der Nutzer.

Für normale Nutzer ist alles einfach: Gewinne müssen deklariert und versteuert werden. Sie unterliegen der Einkommensteuer in Höhe von 18 % und der Wehrpflichtabgabe in Höhe von 1,5 %. Werden die Vermögenswerte jedoch lediglich ohne Verkauf oder Tausch gegen andere Kryptowährungen gehalten, fallen keine Steuern an. Für Vermögenswerte, die vor Inkrafttreten des Gesetzes erworben wurden, gilt ab 2026 ein Vorzugssteuersatz von 5 %.

Bei Nichtmeldung werden Bußgelder verhängt. Unternehmen erhalten eine Übergangsfrist bis 2029, in der die Regeln schrittweise umgesetzt werden.

Laut Analysten von Global Ledger hätte der Staatshaushalt allein zwischen 2021 und 2024 Einnahmen von mehr als 350 Millionen Dollar erzielen können, wenn der Markt früher legalisiert worden wäre.

Das neue Gesetz ebnet den Weg für die Schaffung vollwertiger ukrainischer Kryptobörsen. Dies könnte die Ukraine auf dem globalen Markt wettbewerbsfähig machen und zusätzliche Investitionen in IT und Fintech anziehen.

Durch die verpflichtende Nutzeridentifizierung und die Überwachung von Transaktionen soll Kryptowährung kein bequemer „Graubereich“ für Geldwäsche oder Korruption mehr sein. Das Gesetz zielt darauf ab, Transparenz und Vertrauen in digitale Finanzdienstleistungen in der Ukraine zu stärken.

SpotbildSpotbildSpotbildSpotbild

Beliebt

Diesen Beitrag teilen:

Ähnliche Artikel
HIER

Sollte man zum Essen Wasser trinken? Ärzte gaben eine unerwartete Erklärung

Die Frage, ob es sich lohnt, währenddessen Wasser zu trinken...

Villa an der Côte d'Azur und Immobilien in Spanien: Neue Fragen an den Polizeichef von Transkarpatien

Leiter der Hauptdirektion der Nationalen Polizei in der Transkarpatien-Region, Jaroslaw...

Rote Bete, die das Immunsystem stärkt: Was Experten sagen

Rote Bete wird traditionell gekocht, gebacken oder gebraten gegessen,...

Das Urteil des Volksabgeordneten Marchenko wurde nicht verkündet: Die Sitzung des Obersten Gerichtshofs wurde unterbrochen

Der Oberste Antikorruptionsgerichtshof konnte kein Urteil im Fall des Volkes fällen...

Richter in der Region Odessa wegen Bestechung im Fall von Zigarettenschmuggel festgenommen

Der Richter des Reniysky-Bezirksgerichts der Region Odessa, Ivan Boshkov, wurde festgenommen...

In der Ukraine könnte es bereits im April zu einer Treibstoffknappheit kommen – Aussage von Hetmantsev

In der Ukraine könnte es in den kommenden Monaten zu einer Treibstoffknappheit kommen,...

Ukraine erwägt Verbot des Anketten von Hunden: Was ändert sich ab dem 1. September?

Das Anketten von Hunden könnte in der Ukraine verboten sein.

Ukraine hat einen Mangel an Luftverteidigungsraketen: Die EU warnt vor einer kritischen Situation

Die Ukraine verbrauchte in drei Wintermonaten rund 700 Flugabwehrraketen...