In der Region Schytomyr wurde die umfassende Sanierung des Hranitny-Lyzeums (ehemals Hranitnyanska-Mittelschule der Klassen 1–3) unterbrochen. Obwohl im vergangenen Jahr ein Vertrag über 34,5 Millionen UAH unterzeichnet wurde, sind bis August 2025 erst etwa 20 % der Arbeiten abgeschlossen. Trotzdem hat das beauftragte Unternehmen „New Century XXI“ bereits über 7,5 Millionen UAH an Haushaltsmitteln erhalten.
Offiziell wurde der Baustopp mit fehlenden Mitteln begründet. Auftraggeber ist das Bildungsdezernat des Stadtrats von Malyn. Der Vertrag wurde im Juni 2023 mit dem einzigen Bieter geschlossen, allerdings wurde das Verfahren aufgrund von Anzeichen diskriminierender Bedingungen angefochten. Ursprünglich war die Fertigstellung der Reparaturarbeiten für Ende 2024 geplant, die Frist wurde jedoch bis Ende 2025 verlängert. Die Umsetzung steht nun still.
Die Analyse des Kostenvoranschlags ergab eine erhebliche Überbewertung. So wurden Pflastersteine für 1.167 UAH pro Quadratmeter angeboten, bei einem durchschnittlichen Marktpreis von etwa 500 UAH. Bordsteine kosteten 492 UAH pro Stück (Marktpreis: 296 UAH), Metallfliesen 541 UAH bei einem Marktpreis von 238 UAH. Die Gesamtsumme der potenziellen Überbewertung der geprüften Artikel übersteigt 4,6 Millionen UAH.
Bis heute hat das Lyzeum das Dach teilweise isoliert, einzelne Dachelemente ausgetauscht, Fenster in der Cafeteria und der Turnhalle eingebaut und mit dem Bau des Fundaments und des Sichtschutzbereichs begonnen. Der Schulunterstand verfügt über Wasser- und Abwasseranschlüsse, jedoch fehlen noch Schutztüren, -platten und andere wichtige Sicherheitselemente.
So befand sich die Bildungseinrichtung in einer Art Schwebezustand: Das Geld war teilweise ausgegeben, die Arbeiten wurden eingestellt, und Kinder und Eltern blieben ohne das versprochene renovierte Lyzeum und eine angemessene Unterkunft zurück.

