Die Nationale Agentur für Korruptionsprävention hat die Steuererklärung von Myroslav Mykhailovych Denys, Leiter der Abteilung für Ressourcen- und Wirtschaftsförderung und Kapitalaufbau des Staatlichen Migrationsdienstes der Ukraine, für das Jahr 2023 einer vollständigen Prüfung unterzogen. Die Prüfung ergab fehlerhafte Angaben in Höhe von insgesamt 7,74 Millionen UAH.
Laut der Nationalen Antikorruptionsbehörde (NACP) deklarierten der Beamte und seine Ehefrau Bargeld in Höhe von 13,4 Millionen Hrywnja. Gleichzeitig erkannte die Behörde lediglich 6,07 Millionen Hrywnja, die 2024 aus dem Verkauf eines Wohngebäudes und eines Grundstücks stammten, als gerechtfertigt und bestätigt an.
Die Prüfung ergab außerdem Unstimmigkeiten hinsichtlich der Bargeldbestände auf Bankkonten. Darüber hinaus fehlten in der Erklärung drei Bankkonten, die dem Beamten selbst und seiner Ehefrau gehörten.
Die NACP legte besonderes Augenmerk auf Immobilien, die in der Meldung nicht aufgeführt waren. Dazu gehören eine 75,1 m² große Wohnung in Mukatschewo, die der Ehefrau gehörte, ein Wohngebäude mit 240,8 m² Wohnfläche und ein 1.000 m² großes Grundstück in Mukatschewo, die bis zum 29. Januar 2024 im Besitz des Meldepflichtigen waren. Darüber hinaus wurden ein Gewerbeobjekt mit 66,5 m² Fläche, ein 514 m² großes Grundstück und eine weitere 46,7 m² große Wohnung in Mukatschewo nicht angegeben.
Bei der Überprüfung wurde außerdem festgestellt, dass die Erklärung eine falsche Positionskategorie angab. Im entsprechenden Feld war vermerkt, dass der Erklärende keine verantwortliche Position innehatte, obwohl seine Position der Kategorie „B“ des öffentlichen Dienstes angehört.
Nach den Schlussfolgerungen der Nationalen Antikorruptionskommission (NACP) könnten die festgestellten Verstöße Anzeichen für eine Straftat gemäß Artikel 366-2 Absatz 2 des ukrainischen Strafgesetzbuches – die wissentliche Abgabe falscher Angaben in einer Erklärung – enthalten. Dem Beamten wird Gelegenheit zur Abgabe einer berichtigten Erklärung gegeben, und die Prüfunterlagen werden den Strafverfolgungsbehörden zur weiteren rechtlichen Prüfung übergeben.

