„Dolche“ greifen an: Kiew und Charkiw stehen in Flammen

Nach dem nächtlichen Angriff der „Schaheddi“ starteten russische Truppen einen massiven Raketenangriff auf die Ukraine. Der Feind feuerte Raketen von Tu-95-MS- und „Kynscha“-Flugzeugen ab. Kiew und Charkiw wurden massiv angegriffen; Häuser brannten, und Dutzende Menschen wurden Berichten zufolge verletzt oder getötet.

Kiew

Mehr als 60 Marschflugkörper und mehr als 10 Dagger-Raketen, die Kiew angegriffen hatten, wurden zerstört

Laut Serhij Popko, dem Leiter der KMVA, dauerte die Luftalarmierung insgesamt fast sechs Stunden. Zunächst feuerte der Feind etwa ein Dutzend „Schaheddi“-Raketen auf die ukrainische Hauptstadt ab. Anschließend starteten mehr als ein Dutzend strategische Bomber vom Typ Tu-95MS, die in Gruppen und Wellen Marschflugkörper vom Typ Kh-101/Kh-555 abfeuerten.

Zeitgleich mit dem Anflug der Raketen auf Kiew starteten mehr als zehn MiG-31K-Kampfflugzeuge Kh-47M2 Kinzhal-Flugkörper über der Hauptstadt.

„Die Luftverteidigungskräfte und -mittel haben alle Shahed-Drohnen und mehr als sechs Dutzend Kh-101/Kh555Kh-55-Raketen sowie ein Dutzend Kh-47M2 Kinzhal (die endgültige Art und Anzahl wird von der Luftwaffe bekannt gegeben) getroffen“, schrieb Popko.

Infolge des massiven Raketenangriffs in der Hauptstadt wurden Wohnhäuser zerstört und die Infrastruktur beschädigt. Es gab Opfer. Besonders verheerend sind die Folgen im Stadtteil Solomyanskyi, wo in mehrstöckigen Wohnhäusern Brände ausbrachen. Die Flammen schlossen Menschen in den Stockwerken ein. Der staatliche Katastrophenschutz führte die Aufräum- und Evakuierungsmaßnahmen durch.

Insbesondere infolge des massiven Angriffs in Kiew waren sechs Bezirke betroffen, in denen es zu sieben Bränden kam, nämlich in Obolonsky, Pechersky, Podilsky, Solomyansky, Svyatoshynsky und Desnyansky.

Die Russen beschossen ein Hochhaus im Stadtteil Solomjanski. Mehr als 130 Menschen wurden evakuiert. Etwa 20 von ihnen wurden von Rettungskräften aus dem abgeriegelten Gebäude gerettet.

Insgesamt wurden in der Hauptstadt mehr als 20 Verletzte registriert.

Folgen des Raketenangriffs für andere Gebiete:

  • Im Bezirk Desnyansky liegt eine erste Meldung über einen Supermarktbrand vor;
  • Im Bezirk Darnytskyi wurden Nichtwohngebäude beschädigt;
  • im Bezirk Holosiivskyi fielen Überreste auf ein offenes Gelände;
  • im Bezirk Petschersk – auf dem Dach eines 9-stöckigen Wohngebäudes; auf einem weiteren mehrstöckigen Gebäude und einem Privathaus;
  • Im Bezirk Obolon brach in einem Wohngebäude ein Feuer aus, dessen Trümmer auf das Gelände von Nichtwohngebäuden und Lagerhallen fielen:
  • im Bezirk Swjatoschynskyj – für nichtwohnliche Bebauung;
  • Im Bezirk Podilskyi brach auf dem Marktplatz ein Feuer aus. Dabei wurden eine Gasleitung und die Wasserversorgung beschädigt, etwa sechs Autos gerieten in Brand und die Trümmer stürzten auf Nichtwohngebäude. Ein Brand in einem Wohnhaus ist ebenfalls möglich.
  • Bezirk Schewtschenkiwskyj – Trümmer fallen in ein offenes Gelände.

Region Kiew

In der Region Kiew waren die Bezirke Boryspil, Buchan und Fastiv betroffen.

Insbesondere wurde in Fastivske ein Brand in einem Wohngebäude gelöscht. Zwei Menschen kamen ums Leben.

Darüber hinaus wurden in Wyschnewe 5 Wohnhäuser und mehr als 40 Autos beschädigt. 7 Menschen wurden verletzt.

Charkiw

In Charkiw schlugen Bomben im Stadtzentrum ein. Mindestens vier Angriffe wurden im Bezirk Schewtschenkiw registriert. Ein Mensch wurde getötet, 41 weitere verletzt. Es entstanden erhebliche Schäden an der zivilen Infrastruktur.

Die Zahl der Opfer in Charkiw ist auf 44 gestiegen.

Bei einem Raketenangriff des Feindes auf das Zentrum von Charkiw kam eine 91-jährige Frau ums Leben. 44 weitere Personen wurden verletzt, darunter fünf Kinder: drei Jungen (9 Jahre) und zwei Mädchen (6 und 13 Jahre). Die verletzten Kinder erlitten Druckverletzungen, Prellungen, ein Akubarotrauma und akute Stressreaktionen.

Ebenfalls verletzt wurden 24 Frauen im Alter von 19 bis 84 Jahren und 15 Männer im Alter von 24 bis 60 Jahren.

Aktuell befinden sich 28 Patienten, darunter 3 Kinder, im Krankenhaus. Die Ärzte beurteilen ihren Zustand als mittelschwer.

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