Der Anwalt Ihor Sulima, der die Verdächtige im Mordfall der Linguistin Iryna Farion vertritt, kündigte seine Absicht an, deren Tochter Sofia Semchyshyn strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen.
Sulima äußerte sich in einem Interview mit Ukrainian News so.
Es sei darauf hingewiesen, dass Sofia Semchyshyn zuvor während der Gerichtsverhandlung den Wunsch geäußert hatte, der Verdächtige im Mordfall ihrer Mutter möge „im Gefängnis sterben“.
„Sie kann dafür strafrechtlich verfolgt werden. Tut mir leid, aber sie kann wegen Morddrohungen und Gewaltandrohungen strafrechtlich verfolgt werden. Soll sie es mir sagen. Es wird ein Strafverfahren gegen sie eingeleitet“, sagte der Anwalt.
Er fügte hinzu, dass er, falls es eine entsprechende Videoaufzeichnung mit Drohungen gebe, diese anfordern werde.
Wie die Zeitung „DS“ am 26. Juli berichtete, ordnete das Bezirksgericht Halytskyi in Lwiw Untersuchungshaft für einen 18-Jährigen an, der des Mordes an Iryna Farion verdächtigt wird. Der Verdächtige wurde für 60 Tage ohne Möglichkeit auf Kaution in die Lwiwer Untersuchungshaftanstalt eingeliefert.
Der Mann gab an, niemanden getötet zu haben, aber auch nicht am Tod des Linguisten beteiligt gewesen zu sein.
Wie bereits berichtet, hatten Journalisten von „Schemes“ zuvor den Vater des Verdächtigen kontaktiert. Dieser erklärte, er diene an der Front und habe seinen Sohn seit Langem nicht gesehen. Seiner Meinung nach habe sein Sohn kein Motiv gehabt, Farion zu töten, da dieser keinerlei ukrainenfeindliche Ansichten vertrete und ein Patriot sei.

