Die Werchowna Rada bereitet die Einbringung eines Gesetzentwurfs vor, der das Gehaltssystem für Beamte während des Kriegsrechts grundlegend verändern könnte. Die Initiatoren, insbesondere Abgeordnete der Fraktion Europäische Solidarität, schlagen vor, das Einkommen von Beamten auf den Betrag zu begrenzen, den Soldaten an der Front erhalten – 100.000 Hrywnja pro Monat.
Wie die Abgeordnete Nina Yuzhanina berichtet, sollten Gehaltsbeschränkungen für Volksabgeordnete, Minister, Richter, Angestellte der Nationalbank, des Präsidialamts, der Rechnungskammer, des Staatlichen Ermittlungsbüros (SBI), des Büros für Wirtschaftssicherheit (BEB) und anderer Einrichtungen gelten.
„Während der Zeit des Kriegsrechts dürfen die Gehälter dieser Personen die Zahlungen an Militärangehörige, die direkt an den Kampfhandlungen teilnehmen, nicht übersteigen“, betonte Yuzhanina.
Wer wird nicht betroffen sein?
Folgende Bereiche unterliegen keinen Beschränkungen:
- Militär;
- Mitarbeiter des staatlichen Katastrophenschutzdienstes (SES).
Mit dem Gesetzentwurf soll somit der Grundsatz der sozialen Gerechtigkeit in Kriegszeiten unterstützt werden.
Sollte der Gesetzentwurf verabschiedet werden, würde dies die Solidarität der Regierungsbeamten mit dem Militär und den Bürgern, die aufgrund des Krieges wirtschaftliche Not leiden, signalisieren. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie sich dies auf die Effizienz des Staatsapparats auswirken wird, da hohe Gehälter oft als Mittel zur Korruptionsbekämpfung dienen.

